Manuel Antonio Nationalpark.
Manuel Antonio Nationalpark. Foto: Instituto Costarricense de Turismo

Costa Rica – gut leben im Herzen Mittelamerikas

Eingebettet zwischen dem pazifischen und dem karibischen Meer bietet Costa Rica Sonne, Strand, Abenteuer, Natur und Kultur – alles was das Urlauberherz begehrt.

Costa Rica lockt mit authentischen Naturerlebnissen und einer unglaublichen Artenvielfalt in Flora und Fauna zwischen zwei Weltmeeren. Rauchende Vulkane, dichte Urwälder, idyllische Hügellandschaften und endlose Tropenstrände machen das grüne Herz Mittelamerikas zu einem einzigartigen Naturparadies, zum Abenteuerspielplatz und zur Wellnessoase zugleich.

Baumriese im Regenwald.
Baumriese im Regenwald. Foto: Instituto Costarricense de Turismo
Der Artenreichtum des kleinen Landes ist legendär und zählt zu den größten der Erde: Mit 51.100 Quadratkilometern ist Costa Rica nur etwas größer als die Schweiz und bedeckt gerade mal 0,03 Prozent der Erdoberfläche, birgt aber fünf Prozent der gesamten Flora und Fauna des Planeten. Über ein Viertel des Landes ist durch 29 Nationalparks eine Vielzahl biologischer Naturreservate geschützt.

Corcovado Nationalpark

Der Corcovado Nationalpark findet sich auf der Liste der Top Ten Nationalparks weltweit, National Geographic nennt ihn „den Ort mit der intensivsten biologischen Vielfalt auf Erden“. Meeresschildkröten kommen zum Legen ihrer Eier an den Strand Corcovados, die Wälder des Nationalparks sind Heimat der größten Ara-Bevölkerung Costa Ricas. Ein wahres Eldorado für Naturliebhaber. Der Zugang zum Park ist nur in Begleitung eines autorisierten Guides gestattet. Mehrtägige Wanderungen bieten die Möglichkeit, in Rangerstationen oder einfachen Basecamps zu übernachten. Weniger abenteueraffine BesucherInnen können den Park auch mit dem Boot anfahren.

Der Vulkan Poas.
Der Vulkan Poas. Foto: Instituto Costarricense de Turismo

Nationalpark Vulkan Poás

Mit mehr als 2.700 Metern über dem Meeresspiegel ist der Vulkan Poás einer der höchsten Gipfel Costa Ricas. Dank seiner zentralen Lage in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt San José ist der gleichnamige Nationalpark problemlos erreichbar und für jedermann zugänglich. Poás besteht aus drei Kratern: der aktive Hauptkrater zählt mit einem Durchmesser von 1.300 Meter und einer Höhe von 300 Metern zu den größten der Welt. In der Mitte des Kraters befindet sich ein saurer See des Typs Geysir. Der Krater mit dem Namen Botos nennt eine Lagune sein eigen, die aufgrund des Schwefelsäuregehalts in grüner Farbenpracht erscheint. Der dritte Krater – Coladas – ist sehr eruptiv und von einer atemberaubenden Flora und Fauna umgeben. Farne nehmen den Besucher mit auf eine Reise in die prähistorische Vergangenheit. Wissenswertes rund um den Vulkan und seine Umgebung gibt’s im angrenzenden Informationszentrum.

Costa Rica setzt sich für einen barrierefreien Zugang der Nationalparks ein, damit auch beeinträchtigte Personen die Möglichkeit haben, aktiv die Natur zu erleben. Erleichterungen gibt es beispielsweise in den Nationalparks Volcán Irazú, Volcán Poás, Santa Rosa, Baulas Tortuguero, Palo Verde, Tenorio und am Nationalmonument Guayabo. Im Nationalpark Carara ist ein durchgängig barrierefreier Pfad angelegt worden.

Auf Tuchfühlung mit der Unterwasserwelt

Taucher in einem Fischschwarm.
Faszinierende Unterwasserwelt vor der Isla del Caño. Foto: Instituto Costarricense de Turismo
Sie ist geheimnisvoll, faszinierend und bunt - wer den Sprung in die Tiefe wagt, betritt einen anderen Kosmos. Costa Rica ist mit seinen beiden Küstenlinien am Pazifik und an der Karibik und dem tropischen Klima ein ideales Ziel für Taucher, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Schönheiten sind. Das im Golf von Papagayo liegende Guanacaste ist prädestiniert für einen Tauchgang. Als Geheimtipp gelten die Isla de Caño, eine kleine Insel vor der Westküste der südlichen Osa Halbinsel und die unbesiedelte Isla del Coco – knapp 500 Meter vor der Pazifikküste.

Auf den Spuren von Kolumbus

Das Inselgebiet Isla Quiribirí (Uvita) vor der Karibikküste wurde 1985 zum Nationaldenkmal erklärt. Es war dies der erste Ort, den Christoph Kolumbus 1502 bei seiner vierten Reise erreichte. Vermutlich aufgrund des gezeigten Reichtums der Eingeborenen, mit denen Columbus in Kontakt getreten ist, und nicht zuletzt wegen der üppig-tropischen Landschaft, nannte er das Land „Costa Rica“ – zu Deutsch „reiche Küste“. Charakterisiert ist sie durch ihre idyllische Landschaft, samt der tropischen Vegetation sowie der felsigen Konturen der Korallenriffe. Für Tagesausflügler aus der Hafenstadt Puerto Limón bietet der Strand die optimalen Voraussetzungen, den Alltag für kurze Zeit zu vergessen. Die Herzen aller Taucher und Surfer schlagen hier ebenfalls höher.

Kulturdenkmäler

Die präkolumbianischen Siedlungen und Steinkugeln der Diquis zählen zum UNESCO Weltkulturerbe und gelten als Nationalsymbol des Landes. Laut Experten handelt es sich um einzigartige archäologische Zeugnisse aus vorspanischer Zeit zwischen 500 und 1.500 Jahren n. Chr. Darüber hinaus repräsentieren die Steinkugeln der Diquis – ihr Durchmesser beträgt 2,5 Meter – die kulturellen und künstlerischen Traditionen der indigenen Gesellschaften.

Große Kugeln aus Stein
Die Steinkugeln der Diquis. Foto: Instituto Costarricense de Turismo

Das Nationalmonument Guayabo ist eine der ältesten und wichtigsten prähistorischen archäologischen Stätten des Landes, die einen Eindruck der verwendeten Techniken der ersten Bewohner vermitteln. Hier findet man verschiedene archäologische Besonderheiten wie Wasserspeicher, Gräber, Petroglyphen, Monolithen und Skulpturen vor.

Das Museo del Jade (Jademuseum) zeigt historische Artefakte aus der präkolumbianischen Kultur.

San José

Der optimale Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour der Hauptstadt San José – von den Einheimischen liebevoll „Chepe“ genannt“ – ist der Zentralmarkt. Hier kann man so richtig den Puls der Stadt fühlen. Es duftet nach frischem Gemüse, geröstetem Kaffee und Gewürzen. In der kleinen Taverne am Markt kann man das landestypische Gericht „Casado“ kosten.

Frau am Markt in San Jose
Am Markt in San Jose. Foto: Instituto Costarricense de Turismo

Ein weiteres Highlight der Stadt ist das Nationaltheater an der Plaza de la Cultura – ein elegantes Gebäude mit exklusivem Interieur. Das Museo de Oro, das Goldmuseum, beherbergt prächtige Schätze und eine Ausstellung aus zahlreichen Goldobjekten aus Süd- und Mittelamerika. Auch dem „Castillo Azul“– einem historischen Herrenhaus – sollten Sie unbedingt einen Besuch abstatten. Als mitunter schönstes Gebäude San Josés gilt der Herdocia Palast aus dem vergangenen Jahrhundert, unweit der Poststelle gelegen, der vor allem mit seiner aufwendig gearbeiteten Fassade aus Glas und Eisen besticht.

Das volle Leben versprüht das Viertel „Escalante“ mit der Gastronomiemeile Paseo Gastronomico La Luz mit Restaurants, Bars und trendigen Cafés. Von viktorianischen und neoklassizistischen Gebäuden ist das Quartier Amón geprägt – ein Muss für Kunst- und Kulturliebhaber. Zum Entspannen lädt der Parque La Sabana am westlichen Ende des Paseo Colón ein.

Puerto Viejo de Talamanca

Puerto Viejo ist eine Küstenstadt im Kanton Talamanca – in der Provinz Limón – die von multikulturellem Leben und karibischen Einflüssen geprägt ist. Dichte Palmensiedlungen und bunt gestrichene Häuschen prägen das Landschaftsbild. Besonders unter passionierten Surfern ist Puerto Viejo durch die größte und gefährlichste Welle Costa Ricas, der sogenannten „Salsa Brava“, bekannt. Aber auch wegen ihrer traumhaften Strände, wie der Playa Chiquita, der Punta Uva und der Playa Negra, die sich alle zwischen Puerto Viejo und Manzanilla befinden, ist die Region eine besonders bei Individualreisenden beliebte Destination.

Paar spaziert einen Sandstrand entlang.
Traumstrände laden zum Badegenuss. Foto: Instituto Costarricense de Turismo

Die Nicoya Halbinsel und das Rezept für ein langes Leben

Die im Nordwesten Costa Ricas gelegene Halbinsel Nicoya ist ein Paradies für UrlauberInnen: eine malerische Landschaft und Traumstrände wie Santa Teresa, Playa Manzanillo, Playa Samar, Playa Caletas oder Playa Guiones und auch eine beliebte Destination für Surfer. Das Besondere an der Region ist allerdings, dass es sich um eine sogenannte „Blaue Zone“ handelt. Die Menschen die hier leben erfreuen sich einer besseren Gesundheit und werden hier so alt wie sonst fast nirgendwo anders auf der Welt. Neben der Halbinsel Nicoya zählen Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Icaria (Griechenland) und Loma Linda in Kalifornien ebenfalls zu den Blauen Zonen. Wissenschaftler meinen, dass Lebensweise und alltägliche Rituale maßgebliche Faktoren für ein langes Leben sind. Auch eine gesunde Ernährung, bestehend aus tropischen Früchten reich an Antioxidantien, Niacin und Aminosäuren sowie das gesunde, aus genügend Kalzium und Magnesium bestehende Wasser des Landes sind entscheidend. Das Konzept der „Blauen Zonen“ wurde entwickelt, um eine nachhaltige, gerechte, faire und gesunde Entwicklung innerhalb der Gesellschaft zu fördern.

Die Menschen in Costa Rica leben nicht nur überdurchschnittlich lange, sie sind dabei auch noch glücklich. Eine Studie der New Economics Foundation belegt, dass Costa Rica nach dem Happy Planet Index 2016 bereits zum dritten Mal das glücklichste Land der Welt ist. Ein Grund für die Auszeichnung ist der Einsatz für den Umweltschutz und erneuerbare Energien sowie das Bildungs- und Gesundheitssystem.

Tanzpaare in Tracht.
Vielkleicht sind es ja auch Musik und Tanz, die die Menschen glücklich machen. Foto: Instituto Costarricense de Turismo

Nachhaltiger Tourismus

Costa Rica ist es gelungen, sich als führende Destination im nachhaltigen Tourismus zu positionieren. Das Zertifizierungsprogramm „CST“ bewertet touristische Unternehmen nach dem Grad ihres Engagements für den Schutz der Umwelt, der Kultur und der lokalen Bevölkerung. Touristen sollen nicht nur Urlaub machen, sondern ihr Bewusstsein für ihre Umgebung und ihren Respekt für die Kultur und die Traditionen des Landes sowie seiner Bevölkerung schärfen. Die Reise wird intensiver erlebt und der Reisende selbst kann direkt zur Verbesserung der Lebensqualität der lokalen Gemeinden beitragen. Die WTO (Welt Tourismus Organisation) bezeichnet dieses Programm als beispielhaft für den weltweiten Tourismus.

Hier können Sie den CO2 Ausstoß Ihrer Flugreise kompensieren:

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zuletzt geändert am 16.09.2017

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