2 Personen beim Joggen in einer Winterlandschaft.
Foto: Hermann Erber / Naturfreunde

Sport an kalten Tagen

Draußen ist es saukalt. Trotzdem will ich auf meine Trainingseinheiten nicht verzichten. Soll ich auch nicht, sagen die Naturfreunde und geben auch gleich Tipps, was es zu beachten gilt.

Die Überwindung des inneren Schweinehundes ist die erste und wohl größte Herausforderung. Bei diesem Wetter schickt man nicht einmal seinen Hund vor die Haustüre und ich soll vielleicht gar eine Stunde lang laufen. Kommt ja gar nicht in Frage! Aber andererseits? Es geht mir dann ja nachher immer voll gut. Soll ich vielleicht doch?

Anstatt über das schlechte Wetter zu jammern, sollte man sich auf eine Portion frische Luft und die Natur freuen. Die Experten wissen auch, warum es gut tut: „Durchs Training werden Endorphine ausgeschüttet, die uns vor depressiven Winterverstimmungen und Müdigkeit bewahren. Nur durch natürliches Tageslicht kann der Körper das immunstärkende Vitamin D produzieren. Studien zeigen, dass sportlich aktive Menschen weitaus seltener an Erkältungen und Grippe erkranken.“

Was ziehe ich an?

Wenn ich so rausschaue am besten drei Unterleiberl, die lange Unterhose, Pullover, die dicke Daunenjacke. Falsch, meinen die Naturfreunde und empfehlen mehrere aufeinander abgestimmte Schichten atmungsaktiver Funktionskleidung. Sie nennen das Zwiebelprinzip, weil die einzelnen Schichten je nach Wetter und Anstrengung an- bzw. ausgezogen werden können. Direkt am Körper die eng anliegende Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser, die die Feuchtigkeit sofort an die nächste Kleidungsschicht weitergibt. Dann kommt eine isolierende Schicht. Und dann bei feuchter Witterung noch eine wasserdichte und atmungsaktive Überbekleidung.

Für die Füße sollte es nur das Beste sein. Und das heißt bei einem matschigen Untergrund rutschfeste Sohle und wasserdichtes Obermaterial. Die Schuhe sollten nicht zu eng sind. Das stört die Durchblutung und man bekommt kalte Füße.

Über den Kopf geht die meiste Körperwärme verloren. Daher sollte dieser besonders gut geschützt werden. Faustregel: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist meist ein Stirnband ausreichend. Geht es mit den Temperaturen weiter runter kommt die Haube aus Funktionsfasern auf den Kopf.

Um gut sichtbar und dadurch sicherer unterwegs zu sein, sollte man zu reflektierender Sportbekleidung, vielleicht sogar Stirnlampen tragen.

Langsam auf Touren kommen

Derart perfekt ausgerüstet kann es gleich voll losgehen. Nicht wirklich sagen die Naturfreunde. „Bei nasskaltem Wetter müssen die Muskeln, Bänder und Gelenke noch schonender behandelt werden als üblich. Sanfte Aktivierung ist daher sehr wichtig. Und nach dem Sport in warmer Umgebung dehnen.“

Zurückhaltung ist auch beim Alkohol angesagt. Hochprozentiges gehört zwar bei Kälte zu den beliebtesten Getränken auf Skipisten, Loipen oder Wanderwegen. Doch die kurzfristige Erwärmung ist trügerisch. Alkoholische Getränke erweitern auf der einen Seite die Gefäße und sorgen somit für eine bessere Durchblutung. Umgekehrt bewirkt dieser Effekt, dass die Körperwärme rascher an die Umgebung abgegeben wird und man schneller auskühlt.

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zuletzt geändert am 13.11.2017

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