Blick vom Gebirge runter zur Küste.
Entdeckungsreise durch Albanien: Blick vom oberen Dorf Qeparo auf die Albanische Riviera. Foto: ReNatour

Albanien – zu Gast bei den Söhnen des Adlers

Viele Jahrzehnte lang haben wir Europäer vergessen, dass dieses exotische Land zu Europa gehört. Langsam schauen wir uns in Albanien um und entdecken atemberaubende Gebirgslandschaften und eine sagenhaft herzliche Gastfreundschaft.

Erste Anlaufstelle einer Reise ins Land der Skipetaren – was so viel heißt wie "Söhne des Adlers“, ist die Hauptstadt Tirana. Häuserfronten in Rot, Gelb und Grün, im bunten Mix und künstlerisch gestaltet – die Stadt präsentiert sich fröhlich, modern und farbenfroh. Dass Tirana dem grauen Stadtbild der kommunistischen Ära entwachsen ist, liegt an der Phantasie ihres findigen Bürgermeisters. Mit den 1,5 Millionen Euro, welche die EU für Stadterneuerungsprojekte zuerkannt hatte, beauftragte er Studenten, ihre künstlerischen Ideen auf den alten Mauern zu verwirklichen und bewies Mut zur Farbe. Heute spiegelt das Stadtbild die Aufbruchsstimmung und Phantasie des Volkes wieder.

Bunte Häuser in Tirana.
Bunte Häuser in Tirana. Foto: Sonnentor

Albanien ist nach wie vor geprägt von 41 Jahren kommunistischer Führung unter Enver Hoxha, der 1944 an die Macht gekommen war. Als politischer Führer hat er eine Diktatur nach stalinistischem Muster errichtet. Zur Abwehr einer möglichen westlichen Invasion wurden rund 700.000 Bunker errichtet. Bei einer derart herzlich zur Schau gestellten Willkommenskultur macht man lieber einen weiten Bogen um das Land.

1990 – fünf Jahre nach dem Tod Hoxhas - wurde das kommunistische Regime gestürzt und eine Massenauswanderung der Albaner begann. Heute ist Albanien eine Republik, die im April 2009 den Beitritt zur Europäischen Union offiziell beantragt hat. Die Jahrzehntelange Isolation wirkt allerdings bis heute nach.

Grüne Berge, blauer Himmel - Albaniens Hinterland
Beeindruckendes Hinterland. Foto: ReNatour

Wandern im albanischen Bergland

Das ist es meist auch schon, was die wenigen Touristen von Albanien mitnehmen. Doch das Land hat noch wesentlich mehr zu bieten. Im Bergland hinter den Küsten beginnt erst das wahre Abenteuer. Mit dem Ausbau und der Markierung von Wanderrouten und dem Aufbau einer touristischen Infrastruktur will man die Gäste auch ins Hinterland locken. Dort warten wilde, atemberaubende Hochgebirgslandschaften, nicht weniger als 14 Gebiete, die als Nationalpark unter Schutz stehen sowie Bergdörfer, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Für die BewohnerInnen in den Dörfern erschließt sich eine neue Einnahmequelle was dazu führt, dass die Abwanderung der Jungen gestoppt werden kann, weil es plötzlich Jobs wie Koch, Kellner oder Wanderführer gibt.

Herzliche Gastfreundschaft

Leute beim Essen vor einem Haus in den Bergan Albaniens.
Die Quartiere sind einfach, die Gastfreundschaft ist groß. Foto: ReNatour
Die Gastfreundschaft wird in Albanien traditionell besonders hoch gehalten. Das geht mitunter so weit, dass die Leute selbst im Stall schlafen, um dem Besucher das beste Bett zu überlassen. „Gott und dem Gast gehört das Haus“ heißt es. In so manchem Bergdorf tut man sich heute noch schwer, von einem Gast Geld zu verlangen.

Anreise

Mit dem Zug (Nachtzug von Wien bis Vrbas und 2 weitere Züge im Anschluss) erreicht man Podgorica in Montenegro, dann sind es noch einmal 4 Stunden bis Tirana - insgesamt ist man mit der Variante fast 30 Stunden unterwegs. Die schnellste Busverbindung schafft die Strecke von rund 1.350 km in 16 Stunden. Die Flugzeit beträgt knappe 2 Stunden.

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zuletzt geändert am 31.05.2019

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