Auf der Hochebene zwischen Cusco und Maras mit Blick auf die Gletscher Chicon (Mitte) und Cancha Cancha (re) auf der anderen Seite des „Heiligen Tales“
Auf der Hochebene zwischen Cusco und Maras mit Blick auf die Gletscher Chicon (Mitte) und Cancha Cancha (re) auf der anderen Seite des „Heiligen Tales“. Foto: Rafael Arcángel Alvarez

Cusco – der Nabel der Welt

Cusco in Peru steckt voller Geheimnisse. Die alte Inkastadt ist nicht nur umgeben von hohen Bergen und malerischen Gletschern. Der Reichtum an Steinen und vollendeter Baukunst ist in der gesamten Region auszumachen.

Die Stadt Cusco liegt auf 3.400m Seehöhe. Cusco (Qosqo) bedeutet in der Sprache der Inkas „Nabel“ und war bis zur Eroberung durch die Spanier im Jahr 1533 deren Hauptstadt. Obwohl die Spanier systematisch versucht haben, die Stadt dem Erdboden gleich zu machen, haben die Kolonialherren es nicht geschafft, die von den Inkas verwendeten zentnerschweren Steine vollständig abzutragen. Dazu taten die letzen Erdbeben noch im vorigen Jahrhundert das ihrige, die von den Spaniern „verbaute“ Mauern wieder freilegten. Die Inkas waren Meister der erdbebensicheren Baukunst!

Umgebung und Traditionen

Cusco ist nicht nur umgeben von hohen Bergen und malerischen Gletschern. Der Reichtum an Steinen und vollendeter Baukunst ist in der gesamten Region auszumachen. Zahlreiche Ruinen bieten die Kulisse für traditionelle Feierlichkeiten, wie beispielsweise die alte Verteidigungsanlage „Saqsayhuaman“, in der am 21. Juni das alljährliche Sonnenfest „Inti Raymi“ abgehalten wird. Zum Sonnenfest pilgern Touristen gleichermaßen wie Einheimische zu den Hügeln der Stadt. Die Touristen und politischen Würdenträger haben Eintrittskarten für die feierliche Zeremonie in der Ruinenfestung. Die Einheimischen suchen sich rund um die Ruinen in Gruppen ihre Plätze und bereiten die traditionelle „Watya“ zu. Dafür werden Steine im Lagerfeuer erhitzt. Danach werden sie in ein frisch gegrabenes Erdloch gelegt, darauf kommen frisch geerntete Kartoffeln und zum Schluss wird das ganze mit Erde bedeckt. Überall aus der Erde sieht man sodann dünne Rauchfahnen aufsteigen. Sind die Kartoffeln fertig gegart, werden sie ausgegraben und mit Knoblauchsoße gegessen.
 

3 Personen blicken in die Schlucht
Choquekirao: Blick von den Ruinen hinunter in den Canyon des Apurimac-Flusses Foto: Rafael Arcángel Alvarez

Ausflüge

Wer sich in Cusco abseits der touristischen Trampelpfade bewegen will hat es nicht ganz leicht. Eine Alternative zu dem berühmten Machu Picchu bietet eine 4-tägige Wanderung zu den Ruinen von Choquekirau, die erst vor wenigen Jahren zugänglich gemacht und von Archäologen stückweise freigelegt wurden. Die Ruinen werden auch „die kleine Schwester von Machu Picchu“ genannt. Der Blick von oben auf den 1.500m tiefen Canyon des Apurimaq-Flusses ist umwerfend … das Glück unfassbar, wenn dazwischen noch ein Condor seine Runden zieht. Achtung: die Tour will gut vorbereiet sein und sollte ohne heimischen Führer inkl. Maultiere nicht unternommen werden. Es gibt keinerlei Möglichkeit für Verpflegung am Weg, an jedem der 4 Tage müssen mehr als 1.000 Höhenmeter überwunden werden.

Arbeiter in den Salzterrassen
Die Salzterrassen von Maras liefern bis heute Speisesalz nach Cusco Foto: Rafael Arcángel Alvarez
Wer nicht nur Ruinen schaun möchte, kann die Salzterrassen „Salineras de Maras“ besuchen. Man nimmt dazu entweder den Bus, eine halbe Stunde von Cusco, auf halbem Weg nach Urubamba steigt man bei der Abzweigung nach Maras aus und nimmt sich danach ein Sammeltaxi bis Maras. Von dort führt ein Fußweg zu den Salzterrassen, der am anderen Ende auf die Hauptstraße des „Heiligen Tals“ führt – von dort kann jeder Bus über Urubamba zurück nach Cusco genommen werden. Wer die Salzterrassen mit dem Mountainbike von Cusco aus besuchen will, sollte etwas Kondition und Fahrgeschick mitbringen. Heimische Touristenbüros bieten die Route an. Auf dem Rückweg nimmt man aber besser den Bus!

Essen:

Peru hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner Küche einen Namen gemacht. Es gibt eine Unzahl an qualitativ einwandfreien Lokalen mit köstlichen Speisen. Wer auf gut gelungene deutsch-peruanische Mischküche mit Milchprodukten aus eigener Erzeugung Wert legt, ist bei „Granja Heidi“ (in der Cuesta San Blas 525. Tel: 084-238383) an der richtigen Adresse.

In Peru verwendet man gerne Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch (Hühner-, Rind-, Schweine-, auch Meerschweinchen), Reis und verschiedene Sorten Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais, Yuca, Kochbananen.
Ein traditionelles peruanisches Gericht ist Reis mit Huhn, Arroz con Pollo genannt. Es besteht traditionell aus Reis, Huhn, Knoblauch, Olivenöl, roten Peperoni, Kräutern und Gewürzen wie Safran oder Kurkuma.

Autorin: Ines Refenner

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zuletzt geändert am 30.05.2018

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