Gruppe von Tourengehern am Berg.
Gesund durch Bewegung in der Natur. Foto: Naturfreunde Österreich, Martin Edlinger

Gesund durch Bewegung

Bewegung in der Natur ist gesund. Auch im Winter sollte man raus in die frische Luft. Mag. Peter Gebetsberger vom Sportmanagement der Naturfreunde Österreich hat die positiven Auswirkungen von vier beliebten Winter-Outdoor-Sportarten untersucht.

Zur Stärkung des Immunsystems brauchen wir gerade in der kalten Jahreszeit ausreichend viel frische Luft und Sonnenlicht. Durch moderate regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wird zudem der Stoffwechsel angekurbelt, die Muskulatur gestärkt und der Fettanteil reduziert. Die Gefahren, an sogenannten Wohlstandskrankheiten wie Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wirbelsäulenbeschwerden, Diabetes mellitus und Bluthochdruck zu erkranken, werden sukzessive reduziert. Während man sich bewegt, vertieft sich auch die Atmung, was sehr beruhigend wirkt.

Schneeschuhwandern

Gemütliches Wandern durch tief verschneite Winterlandschaften mit Schneeschuhen bietet eine gute Möglichkeit, Stress abzubauen und der Hektik des Alltags zu entkommen. Durch gemächliches Wandern über Tiefschneefelder oder im Wald wird das Herz-Kreislauf-System moderat beansprucht. Dabei steht weniger die körperliche Belastung im Vordergrund, sondern eher die Förderung des Wohlbefindens. Schneeschuhwandern eignet sich auch sehr gut für Personen fortgeschrittenen Alters.

Skitourengehen

Um Skitouren genießen zu können, ist eine solide körperliche Grundkondition Voraussetzung. Man sollte sich daher auf die Skitouren-Saison in den warmen Monaten des Jahres vorbereiten - mit Augenmerk auf die Ausdauer.

Skitourengehen ist eine Ganzkörpersportart: Beim Aufstieg und bei der Abfahrt werden vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur beansprucht; durch das Tragen des Rucksacks fordert man auch die Oberkörper- und Armmuskulatur. Dank der skitechnischen Beanspruchungen während einer Skitour wird die Sensomotorik, also das Zusammenspiel zwischen sensorischen und motorischen körperlichen Leistungen, verbessert.

Zur Vorbereitung sollte man auch im Sommer sensomotorisches Training betreiben, zum Beispiel Wandern in weglosem Gelände. Gut sind auch regelmäßige Kräftigungsübungen auf anderen instabilen Unterlagen wie Bällen, Seilen, Slacklines und MFT-Sport-Discs. Damit verbessert man sein Gleichgewicht und seine Koordination. Bei Personen mit guter Kondition wird beim Skitourengehen das Herz-Kreislauf-System gestärkt

Skilanglauf

Langlaufen ist die Sportart, bei der die meisten Muskeln mitmachen. Bis zu 95 Prozent der Muskulatur wird aktiviert. Langlaufen ist somit intensiver als der Schwimmsport. Neben Beinen und Armen, Gesäß und Rumpf sind während der Gleitbewegung auf einem Bein vor allem auch die Hüftstabilisatoren und kleinen Muskelgruppen stark gefordert. Bei diesem hohen Grad an mobilisierter Muskelmasse ist jedoch Vorsicht geboten. Man sollte vor allem zu Beginn seiner Langlauf-Karriere die Belastung an den Trainingszustand anpassen und es langsam angehen. Die Naturfreunde empfehlen vor Trainingsstart eine sportmedizinische Untersuchung, um etwaige Risiken ausschließen zu können. Ist man körperlich gesund, wirkt sich der Langlaufsport ideal auf das Herz-Kreislauf-System, den Blutdruck, die generelle Durchblutung und den Fettstoffwechsel aus.

Nordic Cruisin

Vom Bewegungsablauf her ist Nordic Cruising nichts anderes als Skilanglaufen. Wegen der kürzeren und etwas breiteren Skier eignet es sich wunderbar für BreitensportlerInnen im mäßig sportiven Bereich, also Langlauf für EinsteigerInnen. Nordic-Cruising-Skier liegen kompakt in der Spur und geben einem dadurch ein größeres Gefühl an Sicherheit. Die Effekte auf die Gesundheit sind dieselben wie beim klassischen Langlaufen, die körperliche Fitness kann deutlich verbessert werden. Und ganz wichtig: Nordic Cruising macht Spaß, auch wenn man erst damit beginnt.

Apropos Spaß: „Finden Sie heraus welcher Sport am besten zu Ihnen passt und vor allem auch Spaß macht“, empfiehlt Mag. Peter Gebetsberger. „Ein Training, das keinen Spaß macht, ist zum Scheitern verurteilt."

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zuletzt geändert am 11.12.2018

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