2 Personen auf einer Aussichtsplattform bei Sonnenuntergang.
Aussicht vom Tafelberg Pappstein. Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz / Philipp Zieger.

Der Malerweg – wo die Landschaft zur Leinwand wird

Felsnadeln, Tafelberge, tiefe Schluchten und Weitblicke ins Elbtal: Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz zählt zu den eindrucksvollsten Fernwanderwegen Deutschlands.

Wer die Sächsische Schweiz wirklich kennenlernen möchte, kommt am Malerweg nicht vorbei. Der rund 116 Kilometer lange Fernwanderweg zählt zu den schönsten Wanderstrecken Deutschlands und führt durch die spektakuläre Felsenwelt des Elbsandsteingebirges.

Mehr als ein Wanderweg

Die Besonderheit des Malerwegs liegt nicht allein in seiner landschaftlichen Vielfalt. Kaum ein anderer Fernwanderweg verbindet Geschichte und Gegenwart, Kunst und Natur, Erlebnis und Entschleunigung so eindrucksvoll miteinander. Zwischen tiefen Schluchten, bizarren Sandsteinfelsen, aussichtsreichen Tafelbergen und historischen Orten erlebst du jene Landschaft, die bereits vor über 200 Jahren Künstler*innen aus ganz Europa faszinierte. Der heutige Weg wurde nach historischen Vorbildern rekonstruiert und 2006 neu eröffnet.

Seinen Namen verdankt er den Künstler*innen der Romantik, darunter Caspar David Friedrich, Ludwig Richter, Carl Gustav Carus oder William Turner die hier Inspiration für ihre berühmten Landschaftsgemälde fanden. Aber auch Komponisten wie Carl Maria von Weber und Richard Wagner und Literat*innen wie Hans Christian Andersen und Mary Shelley holten sich hier Anregungen für Ihre Werke.

116 Kilometer voller Felsenzauber

Der offizielle Start liegt im Liebethaler Grund bei Pirna-Liebethal. Von dort führt die Route zunächst auf der rechten Elbseite bis zur böhmischen Grenze und anschließend auf der linken Elbseite zurück nach Pirna. Das Ziel befindet sich am historischen Marktplatz von Pirna.

Die acht Etappen im Überblick

1. Etappe: Liebethal – Stadt Wehlen (ca. 11 km)

Frau geht unter einem Durchlass aus Felsen, hält die Hände nach oben, was den Anschein erweckt als würde sie den riesigen Stein über ihr halten.
Uttewalder Felsentor. Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz / SebastianThiel.

Der Einstieg ist ein echter Klassiker. Durch den wildromantischen Liebethaler Grund geht es vorbei am Richard-Wagner-Denkmal und durch den berühmten Uttewalder Grund. Enge Felsschluchten, moosbedeckte Felsen und natürliche Felsentore vermitteln sofort das typische Malerweg-Gefühl.

2. Etappe: Stadt Wehlen – Hohnstein (ca. 12 km)

Auf einer Aussichtsplattform sind drei Personen. Blick auf die schroffe Felsenlandschaft.
Blick von der Basteibrücke in die Schlucht Mardertelle im Rathener Felsenkessel. Foto: TMGS, D. Stratmann

Zu den Höhepunkten zählen die weltberühmte Bastei mit ihrer Sandsteinbrücke und die spektakulären Ausblicke in den Rathener Felsenkessel. Die Etappe verbindet ikonische Aussichtspunkte mit beeindruckenden Felsformationen.

3. Etappe: Hohnstein – Altendorf (ca. 14 km)

Frau sitzt auf einer Bank auf einer Anhöhe, Der Blick geht richtun eines bewaldeten Tafelberges.
Auf dem Balkon der Sächsischen Schweiz. Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz / SebastianThiel.

Die Route führt über den Brand, den „Balkon der Sächsischen Schweiz“, mit einem der schönsten Panoramablicke der Region. Hinzu kommen stille Waldwege, versteckte Grotten und eindrucksvolle Schluchten.

4. Etappe: Altendorf – Neumannmühle (ca. 18 km)

Blick von einem Platesu auf eine schroffe Felsfornation bei Sonnenuntergang.
Blick auf Schrammsteine und Falkenstein. Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz / Philipp Zieger.

Hier zeigt sich die Nationalparkregion von ihrer wildesten Seite. Schrammsteine, Affensteine und das Kirnitzschtal prägen die Strecke. Besonders die aussichtsreichen Felsgrate machen diese Etappe für viele zum Höhepunkt der gesamten Tour.

5. Etappe: Neumannmühle – Schmilka (ca. 14 km)

Ort mit bunten Häusern und einem Fachwerkbau.
Das kleine Dorf Schmilka ist mit Bio-Hotel, Bio-Restaurant, Bio-Bäckerei und Bio-Brauerei ein Leuchtturmprojekt im nachhaltigen Tourismus. Foto: Torsten Rogge

Durch das Kirnitzschtal geht es hinauf zum Großen Winterberg, der höchsten Erhebung der Sächsischen Schweiz. Weite Wälder, Fernblicke und die historische Grenzlandschaft zur Tschechischen Republik bestimmen das Bild.

6. Etappe: Schmilka – Kurort Gohrisch (ca. 17 km)

2 Personen stehen in der Morgendännerung auf einer Aussichtsplattform. Nebel hängt in den Wäldern darunter. Der Blick geht weit hinein ins Elbtal. In der Mitte ein Tafelberg.
Fernblick am Pappstein. Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz / Philipp Zieger.

Nach der Elbüberquerung dominieren markante Tafelberge wie Kaiserkrone, Zirkelstein und Papststein. Die Aussichten reichen weit über das Elbtal bis hinein nach Böhmen.

7. Etappe: Kurort Gohrisch – Weißig (ca. 16 km)

Blick von der Höhle raus in einen Wald. Am Eingang steht eine Frau.
Die Höhle Diebskeller am Quirl. Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz / SebastianThiel.

Diese  Etappe verbindet Natur und Kultur. Du passierst unter anderem den Quirl mit dem Diebskeller und erreichst die mächtige Festung Königstein – eine der größten Bergfestungen Europas.

8. Etappe: Weißig – Pirna (ca. 14 km)

2 Männer bei einer Aussichtsstelle, das Land wird wieder flache.
Fast geschafft! Noch die letzte hügelige Etappe über den Rauenstein. Foto: Czech Vibes

Zum Abschluss führt der Weg über den Rauenstein und durch die hügelige Landschaft oberhalb der Elbe zurück nach Pirna. Noch einmal eröffnen sich großartige Ausblicke auf das Elbtal, bevor die Tour in der historischen Altstadt endet.

Anreise

Mit dem (Nacht-)Zug von Wien über Prag nach Bad Schandau und weiter mit der S-Bahn nach Pirna. Von Salzburg mit dem Zug nach Dresden und weiter mit der S-Bahn nach Pirna.

TIPP: Mit der Mobilitäts-App wegfinder findest du alle Angebote für deine An- und Rückreise und kannst diese auch gleich buchen. Neben Zügen und Bussen zeigt dir die App auch das vorhandene Leih-Angebot an Autos, Fahrrädern und E-Scootern sowie regionale Taxiunternehmen für die Fahrt vom Bahnhof / von der Bushaltestelle zum gebuchten Quartier.

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zuletzt geändert am 08.07.2026

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