Algarve, Portugal
Kaum eine Region Europas wird so sehr mit Sommerurlaub verbunden wie die Algarve. Doch sobald der Herbst einkehrt, zeigt sie ihre stille Seite. Die großen Besucherströme verschwinden – und die Küste gehört wieder den Zugvögeln.
Im Naturpark Ria Formosa erstreckt sich eine rund 60 Kilometer lange Lagunenlandschaft aus Salzwiesen, Düneninseln und Kanälen. Hier überwintern Löffler, Flamingos, Stelzenläufer sowie zahlreiche Enten- und Watvögel. Die flachen Gewässer bieten reichlich Nahrung und sichere Rastplätze.
Auch für Reisende entfaltet die Algarve jetzt ihren besonderen Reiz. Fischerboote ersetzen Ausflugsschiffe, Wanderwege führen durch geschützte Feuchtgebiete, und in den traditionellen Salzgärten wird bis heute Meersalz von Hand gewonnen – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Naturschutz und jahrhundertealte Nutzung harmonieren. Wo die Löffler Ruhe finden, entdecken auch Reisende eine überraschend gelassene Algarve.
Anreise
Die Anreise mit der Bahn in den Süden Portugals ist eine Herausforderung, aber machbar. Die angenehmste Verbindung startet in Wien mit dem Nachtzug nach Zürich und weiter mit dem TGV nach Barcelona. Übernachtung in Barcelona. Am nächsten Tag weiter mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Madrid, von dort weiter nach Sevillia und von dort mit dem Regionalzug nach Faro.
Autorin: Lisa Strebinger
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zuletzt geändert am 05.10.2026
