Panoramabild vom Wilden Kaiser
Der mächtige Gebirgszug des Wilden Kaisers. Foto: TVB Wilder Kaiser

Da Koasa

Wo Bayern und Österreich zusammentreffen, in der Nähe von Kufstein, ragt ein Gebirgszug in den Himmel, den die Einheimischen ehrfurchtsvoll "Koasa", also "Kaiser", nennen.

Majestätisch ist der Gebirgszug allemal. Eigentlich sind es ja zwei Gebirgszüge. Die beiden parallelen Hauptkämme sind etwa 20 km lang und 14 km breit. Der nördliche Zug ist noch etwas sanfter und wird deshalb auch als der "Zahme Kaiser" bezeichnet. Er erreicht eine Höhe von 2001 m. Der südliche, der „Wilde Kaiser“, gipfelt bei 2344 m.

Das Kaisergebirge ist seit 1963 auf einer Fläche von 102 km² ein Naturschutzgebiet, das sämtliche Gipfel des Wilden und des Zahmen Kaisers umfasst. Mit dieser Maßnahme wurde das Gebiet vor einer zu starken Erschließung durch Straßen und Seilbahnen bewahrt. Ein Sessellift zum Brentenjoch ist die einzige künstliche Aufstiegshilfe. Die Natur dankt es mit einer reichhaltigen Flora und Fauna und sehr seltenen Gebirgspflanzen. Das Kaisergebirge ist auch Rückzugsgebiet für Tiere aller Art. Reptilien wie etwa dem Salamander, Säugetiere wie Schneehasen und Gämsen und zahlreichen Vogelarten wie Uhu, Sperber und Habicht finden hier einen optimalen Lebensraum. Der König am Kaiser ist zweifellos der Steinadler.

Rast bei einer Wanderung vor imposanter Bergkulisse
Rast bei einer Wanderung vor imposanter Bergkulisse. Foto: TVB Wilder Kaiser; Daniel Reiter/Peter von Felbert

Wandern in die Natur

Die Ferienorte Ellmau, Going, Scheffau und Söll am Fuße des Koasa sind im Sommer ideale Ausgangspunkte für Wanderungen. Je tiefer man ins Kaisermassiv hineinkommt, desto einsamer wird es. Der wohl bekannteste führt von der Griesener Alm im Kaiserbachtal direkt auf das Stripsenjoch, von wo aus sich zahlreiche Möglichkeiten bieten, die umliegenden Gipfel und Almen zu besuchen. Die „Kaiserkrone“, wie die Umrundung des Wilden Kaisers heißt, gehört zu Tirols schönsten Mehrtagestouren und führt in fünf Tagesabschnitten von Hütte zu Hütte. Auf sanften Almwegen und steilen Pfaden legt man dabei 65 Kilometer und rund 10.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zurück. Neu ist auch ein Weitwanderweg vom Zahmen Kaiser in mehreren Tagesetappen bis zum Chiemsee.

Kletterer inIn der steilen Felswand.
In der steilen Felswand. Foto: TVB Wilder Kaiser

Die imposanten und steilen Felswände des Kaisergebirges wirken besonders auf Alpinkletterer wie ein Magnet. Am Schleierwasserfall oberhalb von Going etwa trifft sich die Elite der Kletterszene. Für Paragleiter und Drachenflieger bietet die Region ebenfalls ein reichliches Betätigungsfeld und auch Mountainbiker, Rad- und E-Bike-Fahrer kommen auf ihre Rechnung. Die Region Wilder Kaiser ist Teil der weltweit größten E-Bike-Region „Kitzbüheler Alpen und Kaisergebirge“. Beeindruckend bei allen Outdoor-Aktivitäten ist die atemberaubende Naturkulisse, die die UrlauberInnen auf Schritt und Tritt begleitet.

Ausflugsziele und Naturschönheiten

Ein Besuch der Tischofer-Höhle ist nicht nur eine der schönsten Wanderungen in der Region sondern auch eine Exkursion in die Frühzeit der menschlichen Besiedelung im Alpenraum. Hier wurden aus Knochen gefertigte Werkzeuge und eine Speerspitze aus der jüngeren Steinzeit gefunden.

In der Nähe des Walchsees gibt es eine ökologische Rarität, die Schwemm. Es ist Nordtirols größte erhaltene Moorlandschaft mit Orchideen, Streuwiesen und einer Fülle seltener Tiere.

Die renaturierte Moorlandschaft „Moor & More" in Going ist ein Klassenzimmer im Freien und verbindet auf unterhaltsame Weise das Erleben unberührter Natur mit spannenden Informationen zu seltener Flora und Fauna

Hintersteinersee.
Hintersteinersee. Foto: TVB Wilder Kaiser / Chris Thomas
Der Hintersteiner See zählt zu den schönsten und saubersten Seen Tirols. Er wird durch unterirdische Quellen gespeist und lädt gerade im Hochsommer zu einer belebenden Erfrischung ein.

Beim Hexenwasser Hochsöll dreht sich alles um das Element Wasser. Die Schönheit und Kraft des Bergwassers mit allen Sinnen zu erfahren und ein Bewusstsein für den Wert des Wassers zu schaffen. 60 feuchtfröhliche Stationen bieten jede Menge Gelegenheiten zum Planschen und Pritscheln.

Infos: www.wilderkaiser.info

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zuletzt geändert am 24.02.2017

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