"Folgte man aber dem Drängen, es zöge einen immer weiter in die Ferne" (Leo Tolstoi). Wie hier, in die Esquinas Lodge in Costa Rica. Foto: Chladek

Fernreisen - gewusst wie

Man sollte sich im Klaren sein, was man von einer Reise erwartet und welche Kenntnisse man mitbringt. Auch in Ländern, die meist von "Sonne-und-Strand"-Fans besucht werden, ist es oft besonders interessant, hinter die Kulissen zu blicken.

Zuerst informieren, dann reisen

Indien ist nicht gleich Thailand, Costa Rica nicht gleich Mexiko. Wichtig: Lebensstile und -umstände, Traditionen, durchschnittliche Bildung der Einwohner, aber auch Infrastruktur, öffentliche Verkehrsmittel und vieles mehr machen es aus, ob ein Land mit mehr oder weniger Vorbereitung und Geduld, besser individuell oder organisiert bereist werden kann. 

Sprache

Ein paar freundliche Worte in der Landes- oder Regionalsprache sind meist leicht erlernt und werden überall auf der Welt geschätzt, ebenso wie Höflichkeit und Geduld. In Costa Rica ist Englisch weit verbreitet und erleichtert die Kommunikation – anders als in vielen anderen Ländern Lateinamerikas, wo grundlegende Spanischkenntnisse v.a. für Individualreisende sehr zu empfehlen sind.

Fotografieren

Niemand wird gern ungefragt fotografiert, oder? In unbeschwerten Situationen ist es aber meist kein Problem, um Erlaubnis zu fragen oder sich per Blickkontakt zu verständigen. Heikel wird es allerdings, wenn schwierige Umstände ins Spiel kommen. Viele Menschen schämen sich ihrer Armut und werden nicht gern von Fremden fotografiert. Hier sollte man unbedingt auf Einverständnis achten. Ebenso gilt bei religiösen oder traditionellen Zeremonien im Zweifelsfall: Eher nicht fotografieren.

Herbergssuche

Kleine Unterkünfte, die so wie die Esquinas Lodge Teil eines Regionalprojekts oder in Familienbesitz sind, sind immer vorzuziehen. Sie sorgen für lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die meisten haben heute gelernt, darauf hinzuweisen, wenn sie Rücksicht auf die Umwelt nehmen. Auch und gerade in Ländern wie Costa Rica ist Abfallvermeidung und –trennung wichtig. Unterstützen Sie die Touristiker dabei und sorgen Sie durch Nachfrage dafür, dass das Thema ernst genommen wird.
So wie die Esquinas Lodge setzen auch andere Unterkünfte auf regionale Versorgung, beziehen also ihre Lebensmittel und Getränke in der Region und im Land selbst. Auch in Costa Rica haben sich die Vorzüge von Bio-Lebensmitteln herumgesprochen, was man ebenfalls durch Nachfrage und Lob unterstützen kann.

Der richtige Umgang mit Wasser

Nicht nur Verschwendung, auch Verschmutzung von Bächen, Flüssen, Seen oder Küsten durch Tourismusanlagen ist weltweit ein großes Problem. Als Gast muss man sich nicht kasteien, aber man sollte auf den Wasserverbrauch achten, Handtücher nicht jeden Tag waschen lassen und in einer trockenen Region die vorherrschende Wasserknappheit nicht noch durch die Nachfrage nach Golfplätze u.ä. verschlimmern!
Es gibt aber auch Erfreuliches: Durch neue Technologien und geändertes Denken sind umweltfreundliche Schwimmteiche weltweit auf dem Vormarsch. Auch hier gilt: Nachfragen, auswählen! Der Pool der Esquinas Lodge wird nur vom nahen Bach gespeist, der vorher auf Sauberkeit untersucht wurde. Auf Chlor wird verzichtet. Dafür dauert die wöchentliche Reinigung und Wiederbefüllung fast einen Tag. Ein kleiner Preis für eine intakte Umwelt mitten im Regenwald …

Informationen:

www.respect.at – Handbuch „Reisen mit Respekt“.

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zuletzt geändert am 23.08.2016

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