Nachter Mann sitzt am Strand und blickt auf's Meer
Foto: Marco Barnebeck / Pixelio

FKK Urlaub in Frankreich

Louis de Funès hatte 1964 als „Gendarm von Saint Tropez“ einen FKK-Strand im Visier. Freunde der Freikörperkultur finden in Frankreich auch heute noch ein umfangreiches Angebot.

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der köstlichen Parodie auf einen schusseligen Gendarmen sorgte ein Wettanbieter für Wirbel. Seine Werbekampagne zur Fußball EM in Frankreich erschien in Anlehnung an den Klamaukfilm. Der Werberat verurteilte die Kampagne wegen sexistischer Darstellung. Dabei hat FKK rein gar nichts mit Sexismus oder Exhibitionismus zu tun, denn die Nacktheit wird keineswegs voyeuristisch missbraucht.

Freikörperkultur (FKK) oder Naturismus hat ganz im Gegenteil sehr viel mit Respekt zu tun. Mit Respekt vor sich selbst, vor anderen und vor der Natur. Es geht darum, dass man mit Gleichgesinnten ungestört einfach nackt sein kann, ohne dass das zwangsläufig mit Sexualität in Verbindung gebracht wird. Der Begriff „Naturismus“ umfasst zusätzlich noch einen naturnahen, gesunden und umweltbewussten Lebensstil.

Frankreich ist eine Hochburg der Freikörperkultur in Europa. Erstmals wurde der Begriff Naturismus 1778 erwähnt. Eine erste Blütezeit erlebte die gemeinschaftliche Nacktheit in den 1920er Jahren. Und es war auch in Frankreich, wo das erste FKK-Zentrum Europas eröffnet wurde, und zwar 1950 in der südfranzösischen Gironde. Heute gibt es rund 80 FKK-Zentren, vor allem an den Atlantik-Stränden oder am Mittelmeer. Einige ganz besondere Ankagen finden Sie auch auf der Insel Korsika.

FKK-Zentren befinden sich alle auf Privatgelände. Es sind meist Campingplätze oder Feriendörfer mit umfangreichem Urlaubsangebot - von Sport-Animation über Kinderbetreuung bis zu FKK-Restaurants.

Strohut, und 2 Steine auf Strandmatte.
Foto: Twinlili / Pixelio

5 nackte Tatsachen für Ihren FKK Urlaub in Frankreich

  1. Überall nackt sein geht nicht! FKK ist nur in zugelassenen Bereichen erlaubt. In Frankreich findet man FKK-Strände mit den Bezeichnungen „Plages libres“ oder oder „Plage nudiste“, an denen man keine Badebekleidung tragen muss.
     
  2. In einem FKK Zentrum ist Nacktheit generell vorgeschrieben. Bei manchen Sportarten kann man auch etwas anziehen, hier sind die Regeln örtlich unterschiedlich. Und wenn es zu kalt ist, muss man auch nicht frieren. Kleidung ist jedenfalls nicht dazu da, den Körper zu verbergen.
     
  3. Erkundigen Sie sich, ob für die Ferienanlage eine FKK-Lizenz erforderlich ist. Meist ist dies nicht der Fall. Falls doch, kann man diese  direkt auf der Webseite des französischen FKK-Verbands anfordern (Seite nur auf Französisch). Diese gilt immer fürs Kalenderjahr und bringt mehrere Vorzüge mit sich, u.a. Zugangserlaubnis zu allen Partnern, Haftpflichtversicherung und Vergünstigungen bei Partnern.
     
  4. In einer FKK-Ferienanlage trifft man Menschen aus allen sozialen und beruflichen Hintergründen. Es dürfen grundsätzlich nur Paare und Familien (und Einzelpersonen, die diese begleiten) dort Urlaub machen. Manche Zentren lassen auch alleinstehenden Personen rein. Diese müssen jedoch meist eine FKK-Lizenz vorlegen.
     
  5. Bei der Sauna ticken die Franzosen etwas anders, denn hier ist nur das bekleidete Saunieren mit Badehose/Badeanzug oder Handtuch erlaubt. Wer nackt schwitzen möchte, sollte die Sauna in einem FKK-Zentrum aufsuchen oder sich nach evt. FKK-Zeiten erkundigen

Wo Sie heute in Frankreich nackt baden können

Weitere Informationen sowie einen Überblick über zugelassene FKK-Strände und FKK-Zentren erhalten Sie auf der Website fkk.france.fr (in deutscher Sprache) oder auf der Website des französischen FKK-Verbands FFN - Fédération Française de Naturisme (in französisch und englisch).

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zuletzt geändert am 02.08.2016

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