Paar sitzt uf einem Steg und schaut über den See zu einem mächtigen Berg, der von der Sonne beleuchtet ist.
Foto: www.slovenia.info / Jost Gantar

Jezersko – Natur und Tradition

Zwischen den Gipfeln der Steiner Alpen und der Karawanken, umgeben von ausgedehnten Mischwäldern, Wiesen, Weiden und klaren Gebirgsbächen liegt Jezersko, das erste Bergsteigerdorf in Slowenien.

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt sie noch, die Orte, die sich ihre Besonderheiten bewahrt haben, selbst in den touristisch stark beanspruchten Regionen wie den Alpen. Die Rede ist von den „Bergsteigerdörfer”. Sie stehen für alpine Ursprünglichkeit und gelten als Alternative zum Massentourismus. Ihr gemeinsames Ziel: unberührte Landschaften erhalten und den sanften Tourismus fördern.

Mit Jezersko wurde nun auch der erste slowenische Ort Teil der Initiative. Das naturbelassene Dorf liegt zu zwei Drittel im Natura 2000 Schutzgebiet und bietet ein reichhaltiges Angebot an Bergerlebnissen. Wanderwege und alpine Steige verschiedener Schwierigkeitsgrade, Kletterrouten, Ski- und Schneeschuhtouren, anspruchsvolle Skiabfahrten, Eisklettertouren. Gepflegte Loipenkilometer und ein Eislaufplatz ergänzen das Programm im Winter. Neben den traditionellen Sportarten finden auch Mountainbiker bis in unentdeckte Winkel der umliegenden Gräben.

Naturerlebnis

Neben diesem umfangreichen Angebot für Bewegung in der frischen Luft bietet Jezersko auch ein reichhaltiges Naturerlebnis. Aufgrund der vielen Höhenstufen von 700 bis 2500m wachsen hier mehr als 1000 Pflanzenarten. 53 von ihnen sind geschützt, 20 Arten sind in der Region endemisch. Und man wird bemerken, dass sich auch die Tiere hier sehr wohl fühlen: auf so mancher Wanderung trifft man auf Gämsen, Steinböcke, Schneehasen, Schnee- und Birkhühner oder den einen oder anderen Feuersalamander.

Kulturelles Erbe

In Jezersko begegnet man vor allem auch dem architektonischen und kulturellen Erbe, das bis in das 16. Jahrhundert zurück reicht. Viele Gehöfte sind in ihrer ursprünglichen Form erhaltenen, wie etwa die Jenk Kaserne. Vor 500 Jahren gebaut diente der ursprüngliche Bauernhof auch als Unterkunft für reisende Händler, die hier über den damals am leichtest zugänglichen Bergpass zwischen Krain und Kärnten reisten. Den Name „Kaserne“ verdankt der Hof jedoch anderen Gästen: wahrscheinlich hat eine Abteilung der Armee Napoleons hier übernachtet.

Heute ist hier ein ethnologisches Museum mit einer Sammlung von Objekten und Ausstattung, die Einblick in das tägliche Leben der Vorfahrer geben. Besonders wertvoll sind die an den Wänden eines Raumes erhaltenen Unterschriften und Aufschriften der Reisenden, die aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Anreise

Mit dem Zug nach Villach und von dort weiter Richtung Ljubljana bis Nach Kranj. Von dort mit dem Autobus nach Jezersko.

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zuletzt geändert am 16.04.2019

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