Mann und Frau gehen über eine Hängebrücke in den Klippen der Steilküste.
Carrick-a-Rede-Hängebrücke. Foto: Tourism Northern Ireland

Nordirland - die Causeway Coastal Route

Nordirland ist ein Land voller fantastischer Landschaften, warmherziger Gastfreundschaft, aufregender Geschichte und lebendiger Legenden. Kommen Sie mit auf einen ganz besonderen Trip.

Wir starten in Belfast. Nordirlands Hauptstadt soll ja eines der angesagtesten Reiseziele für Feinschmecker*innen und Musikliebhaber*innen sein. Den besten Beweis dafür liefert der St. George’s Market. Freitag, Samstag und Sonntag früh bieten die Händler köstliche Meeresfrüchte, frisch gebackenes, knuspriges Brot, zartes Ziegenfleisch von der Broughgammon Farm und jede Menge Süßigkeiten. Und zur Untermalung gibt es Jazz, Jazz, Jazz.

Da wir die nordirische Küstenstraße erkunden möchten, bleibt uns nicht viel Zeit für die Stadt. Was quasi als Vorbereitung auf das Kommende noch sein muss ist das Ulster Museum. Hier erhalten wir einen tollen Überblick über die Geschichte Nordirlands.

Die Causeway Coastal Route

Am nächsten Tag starten wir schon entlang der Küste hinauf in den Norden Irlands. Die Causeway Coastal Route zwischen Belfast und Derry~Londonderry ist einer der großartigsten Roadtrips der Welt und führt durch wunderbare Natur, vorbei an beeindruckenden Klippen, malerischen Bergbächen und großartigen Wasserfällen. Doch es sind auch die kleinen Erlebnisse, die sich tief in die Erinnerung einprägen: Die fantastisch zubereiteten Meeresfrüchte in den Gasthäusern der kleinen Fischerdörfer.

Weg führt über eine Brücke in den Klippen
The Gobbins. Foto: Tourism Northern Ireland

Nach rund 30 Kilometern wartet bereits das erste Highlight der Tour: The Gobbins. Der Pfad schlängelt sich entlang der Basaltklippen direkt über der Irischen See. Die Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt ist hier besonders hoch. Die Klippen bei The Gobbins sind die Heimat von Nordirlands einziger, am Festland zu findenden Papageientaucherkolonie. Pudelwohl fühlen sich hier auch Klippenmöwen, Krähenscharben, Lummen, Tordalke und von Zeit zu Zeit Wanderfalken. An einer Stelle des Pfades, „The Aquarium“ genannt, sollte man jedoch eher nach unten schauen. Hier führt der Pfad auf einer bogenförmigen Brücke über die Irische See und schafft so ein natürliches Meereswasser-Aquarium, in dem sich jede Menge Fische tummeln.

Unterwegs am Causeway sollten Sie sich auf keinen Fall die ganz in der Nähe gelegene Carrick-a-Rede-Hängebrücke entgehen lassen. 30 Meter über dem Ozean spannt sie sich über eine 20 Meter breite Kluft hinüber auf die winzige Insel Carrick. Die Überquerung der Brücke ist zwar völlig ungefährlich, aber ein Blick nach unten in die schäumende Gischt des Meeres birgt doch einigen Nervenkitzel. Belohnt wird man mit einer wunderbaren Aussicht auf Rathlin Island und sogar bis hinüber nach Schottland.

Giant’s Causeway

Quadratische Felsbrckenormation an der Küste.
Giants Causeway. Foto: Tourism Northern Ireland

Dann geht es weiter zum Giant’s Causeway, der der Route auch den Namen gibt. Von einem der umliegenden Hügel sieht man plötzlich tausende Steinsäulen, die sich regelmäßig zum Atlantik hinunter stapeln. Schaut irgendwie aus wie ein großes steinernes Legoland. Diese verrückte Felsformation ist nicht nur UNESCO-Weltnaturerbestätte, sondern befeuert auch fantasievolle Mythen. So soll es das Werk von zwei Riesen sein, die einen Weg aus Trittsteinen von Irland nach Schottland bauten und wieder zerstörten. Die nüchternen Geologen meinen, dass die rund 40.000 Basaltsäulen durch einen Vulkanausbruch vor fast 60 Millionen Jahren entstanden sind, indem geschmolzene Lava in Form von sechseckigen Stufen aus dunklem Stein erstarrt ist.

Am Ziel erwartet uns die historische Stadt Derry~Londonderry. Trotz aller Geschichtsträchtigkeit und der optischen Dominanz einer 400 Jahre alten Mauer präsentiert sich die Stadt erstaunlich jung. Ein besonders ausgelassenes Nachtleben würde man hier im hohen Norden nicht erwarten – weit gefehlt. Traditionellen Pubs mit viel irischer Musik, eleganten Lokale, dutzenden Nachtclubs für Tanzverrückte und Standup-Comedy-Shows machen die Nacht zum Tag. So richtig ausgelassen wird es aber erst, wenn gerade wieder ein Festival am Terminplan steht.

Derry~Londonderry ist zwar eine echte Stadtoase, zugleich aber auch ein hervorragender Ausgangspunkt für alle, die es etwas langsamer angehen und den malerischen Nordwesten Irlands erkunden möchten: Mit der Natur auf Tuchfühlung gehen, Kunsthandwerker aus der Region kennenlernen und sich der Idylle saftig grüner Wiesen und uralter Wälder hingeben. Bewusstes Reisen könnte nicht schöner sein – und nicht überzeugender.

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zuletzt geändert am 18.11.2020

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