Gruppe von Radfahrern auf einer schmalen asphaltierten Straße.
Foto: Sascha Pseiner

Styroica – Stahl, Stil, Steiermark

Wer glaubt, beim Rennradfahren gehe es nur um Bestzeiten und aerodynamische Wunderhelme, der war noch nie bei der Styroica. Diese außergewöhnliche Ausfahrt im Steirischen Thermen- und Vulkanland beweist, dass man auch mit Stil, Genuss und einem Schuss Nostalgie ziemlich glücklich durch die Landschaft rollen kann.

Am 5. September verwandelt sich der Hauptplatz von Fehring in ein Freilichtmuseum auf zwei Rädern. Allerdings eines, das fährt. Zur Styroica zugelassen sind ausschließlich klassische Rennräder bis Baujahr 1990. Moderne Carbon-Raketen mit elektronischer Schaltung müssen draußen bleiben. Hier regieren Stahlrahmen mit Schalthebel, freilaufende Bremsseile am Lenker und Pedale mit Riemen. Und noch wichtig: Die Räder müssen verkehrstauglich sein. All das wird am Start überprüft.

2 Räder lehnen innereinander verhakt.
Foto: Sascha Pseiner

Passend dazu wird auch die Bekleidung gewählt. Funktionsshirts sind unerwünscht, stattdessen rollt mit Wolltrikots, Lederradschuhe oder alten Turnschuhen jede Menge Vintage-Charme durchs Vulkanland. Schließlich geht es nicht nur ums Fahren, sondern auch um eine gewisse Eleganz.

Vor dem Aus gerettet

Hinter der neuen Styroica steht Hannes Wagner, im Hauptberuf Geschäftsführer im Thermenhotel Vier Jahreszeiten in Loipersdorf, der seine Leidenschaft fürs Rennrad erst jenseits der 50 entdeckte. „Voriges Jahr bin ich in der Südsteiermark die „Styroica“ mitgefahren: Hügel, Wein, Geselligkeit und schöne, alte Rennräder. Das hat was Besonderes.“ Als die Veranstalter ankündigten, dass Sie die Veranstaltung nicht mehr organisieren werden, dachte sich Wagner, dass man einen so wunderbaren Event nicht einfach so beenden könne. „Ich habe dann mit den Organisatoren gesprochen und sie meinten, ich soll’s halt machen.“

Hannes Wagner blickt durch den Lenker eines Fahhrades.
Hannes Wagner rettete die Styroica vor dem Aus. Foto: Wagner

Wagner ist in seiner Heimat der Südoststeiermark mit dem Rennrad so ziemlich jede Ecke abgefahren und davon überzeugt, dass das die schönste und beste Gegend zum Radfahren ist. Daher wird seine Heimatgemeinde Fehring zum Ausgangspunkt einer Radrundfahrt, die sportliche Herausforderung, Landschaftserlebnis und Kulinarik verbindet. Zu seinem Team hat er auch Hans Lienhart gehoIt, einen Radprofi in den 80ern, mehrfacher Staatsmeister und auch Olympionike.

Drei Strecken stehen zur Auswahl: 60 Kilometer für Genießer, 110 Kilometer für Sportliche und die „Styroische“ Königsetappe über 200 Kilometer für alle, die beim Wort gemütlich nervös werden. Zeitnehmung gibt es keine. Wer zuerst ankommt, gewinnt nichts. Wer am meisten genießt, vermutlich schon.

Online Meldeschluss ist Freitag, 28. August 2026, 12:00 Uhr!

Infos und Anmeldung: https://www.styroica.at/

Anreise:

Von Graz aus ist Fehring mit der S3 gut erreichbar. Von Wien aus ist Fehring mit dem Zug ebenfalls gut erreichbar, die Startzeiten erreichst du allerdings nur, wenn du schon am Vortag anreist.

TIPP: Mit der Mobilitäts-App wegfinder findest du alle Angebote für deine An- und Rückreise und kannst diese auch gleich buchen. Neben Zügen und Bussen zeigt dir die App auch das vorhandene Leih-Angebot an Autos, Fahrrädern und E-Scootern sowie regionale Taxiunternehmen für die Fahrt vom Bahnhof / von der Bushaltestelle zum gebuchten Quartier.

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zuletzt geändert am 13.08.2026

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