2 Mädchen mit einem Kanu am Ufer der Donau studieren eine Landkarte.
Foto: Jugend-Umwelt-Plattform JUMP / Freiwilliges Umweltjahr

Vom Abenteuer, sich zu engagieren

Auf der Suche nach Sinn(vollem), neuen Erfahrungen, Orientierung, Freundschaften, anderen Landschaften und Lebensstilen entscheiden sich viele Jugendliche für einen freiwilligen sozialen oder ökologischen Einsatz im In- und Ausland.

Die Jugend mischt sich wieder ein! Sie ist auch in ganz besonderer Weise von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Auf dem Spiel steht nicht weniger als ihre Zukunft, ihre Chance auf ein gutes Leben. Viele sind bereit, sich eine Auszeit zu nehmen, nach der Schule oder in einem Gap Year Erfahrungen sammeln und an ökologischen oder sozialen Projekten mitzuarbeiten.

Freiwilliges Umweltjahr

In Österreich gibt es ein vielfältiges Angebot für nachhaltiges Engagement. Die JugendUmweltPlattform „Jump“ bietet über 40 Einsatzstellen in den Bereichen Umweltschutz, Naturschutz und Nachhaltigkeit. Die Einsätze dauern zwischen 6 und 12 Monate und können auch als Ersatz für den Zivildienst gemacht werden.

Zur Liste mit den Einsatzstellen>>>

Sebastian Brandl und Julian Grausgruber montieren Vogelnistkästen im Naturpark Jauerling.
Sebastian Brandl und Julian Grausgruber montieren Vogelnistkästen im Naturpark Jauerling. Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Statements von TeilnehmerInnen am freiwilligen Umweltjahr (FUJ)

Lisa: „Eine Auszeit nach der Matura, in der man sich orientieren kann und viele neue Erfahrungen sammelt, kann ich nur empfehlen. Ich habe beim Reittherapiezentrum Mensch und Pferd gearbeitet und bin dort wie ein Familienmitglied aufgenommen worden. Jetzt weiß ich, dass ich Logopädie studieren und mit Menschen arbeiten möchte. Meine Überzeugung, dass wir uns mehr für den Umweltschutz einsetzen müssen ist auch noch einmal kräftig gewachsen.“

Markus: „Die zehn Monate beim Klimabündnis Kärnten waren gefüllt mit interessanter und vielseitiger Arbeit. Bei Workshops in Schulen und die Mithilfe bei Veranstaltungen konnte ich Einblicke in die tägliche Bildungsarbeit im Klima- und Umweltschutzbereich und in die politischen Abläufe im Umweltbereich gewinnen.“

Nele: „Es war sehr schön sich im Umwelt- und Naturschutzbereich nützlich zu machen und durch die Arbeit und den Begleitlehrgang Menschen kennenzulernen, die sich für dasselbe einsetzen und interessieren wie man selbst. Ich blicke positiv auf das Jahr zurück und freue mich diese Erfahrung gemacht zu haben.“

Michaela: „Die Arbeit im Institut Hartheim bot mir eine gute Grundlage mich beruflich zu orientieren und herauszufinden, was mir für die Zukunft wichtig ist. Im Großen und Ganzen war es eine wertvolle Erfahrung an die ich mich gerne zurückerinnern werde.“

Paul: „Durch meine Arbeit konnte ich viel über ein selbstständiges Leben und mich selbst lernen. Darüber hinaus habe ich über den Begleitlehrgang viele Menschen mit den gleichen Interessen kennengelernt und mir so ein Netzwerk in ganz Österreich aufgebaut. Eine super Alternative zum herkömmlichen Zivildienst.“

Andreas: „Mir hat es großen Spaß gemacht, für ein Jahr in einem Nationalpark zu arbeiten. Die Aufgaben, die ich bewältigen durfte waren äußerst facettenreich und so verschieden wie Tag und Nacht. Ich würde mich definitiv wieder für ein FUJ entscheiden.“

Internationale Projekte

Für alle, die es für einen freiwilligen Einsatz in die Ferne zieht, gibt es zahlreiche Angebote von unterschiedlichen Organisationen, wie etwa Caritas, Dreikönigsaktion, Verein österreichischer Auslandsdienst, Volontariat bewegt usw. Der "WeltWegWeiser" - ein Projekt von Jugend Eine Welt - gibt einen guten Überblick.

Statements von Freiwilligen über ihren internationalen Einsatz

Simone Blümel spaltet mit einer Machete ein Stück Holz.
Simone Blümel lernt bei ihrem Einsatz in Ghana fremde Kulturen und Lebensweisen kennen. Foto: Privat

Simone: „Ich war über die Organisation BRAVEAURORA ein halbes Jahr in Ghana. Aufgrund meiner Ausbildung zur Kindergartenpädagogin habe ich dem Bildungs- und Kindergartenbereich besonderes Augenmerk geschenkt. Besonders war für mich die Möglichkeit, so intensiv in eine andere Kultur einzutauchen. Aus einem anfänglichen Kulturschock mit einer gewissen Ablehnung hat sich zunehmend Interesse und Neugierde am Entdecken und Kennenlernen der anderen Kultur entwickelt.“

Bernhard: „In den knapp fünf Monaten in Costa Rica habe ich in der Landwirtschaft und bei der Planung und Umsetzung eines Bauprojektes (Begegnungszentrum in Longo Mai) mitgeholfen, habe Nachhilfeunterricht gegeben und als Teil des lokalen Tourismuskomitees agiert. Diese Erfahrungen brachten viel Neues für mich und sind ein großer Reiz für ein weiteres Engagement in Lateinamerika.“

Daniel: „Über den Verein österreichischer Auslandsdienst war ich in einer tibetischen Exilsiedlung in Indien. Mein Engagement bestand aus dem Einrichten einer neuen, professionellen, Website, PR-Initiativen, dem Etablieren von Spendenbeziehungen sowie dem Erarbeiten von Optionen zum Aufbau einer Spendeninfrastruktur. Abgesehen davon habe ich u.a. auch in einer Recyclingpapierwerkstatt mitgearbeitet. Zehn Monate mit Tibeter/innen im Exil zu leben hat mir viele Einblicke in ihre Situation gewährt.“

Hilfseinsätze für Profis

Josef Loderbauer mit einer GRuppe von SchülerInnen rund um ein PV Paneel.
Senior Experts im Einsatz: Josef Loderbauer unterstützte den Aufbau eines Solartechnik-Lehrgangs in einer Berufsschule in Uganda. Foto: Jiji

Die Organisation Jugend Eine Welt selbst entsendet Menschen mit viel Berufserfahrung (Senior Experts) ins Ausland. Unter den angebotenen Projekten sind auch mehrere zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz sowie Katastrophenvorsorge. Dabei geht es vor allem um die Berufsausbildung von Fachkräften vor Ort, insbesondere in den Bereichen Alternativenergie und nachhaltige Landwirtschaft. „Wenn es um nachhaltige Entwicklung geht, ist der wichtigste Wirkungsfaktor für uns der einzelne Mensch, den wir davon überzeugen möchten, dass sich sein persönlicher Einsatz für Umwelt- und Klimaschutz lohnt“, sagt Hannes Velik, Direktor für internationale Programme bei Jugend Eine Welt.

Zu den Projekten>>>

Praktikumsangebot zu den SDG's für Studierende

3 Srudentinnen mit Würfel 6 Worfel, auf denen Nachhaltigkeitsziele formuliert sind.
StudentInnen arbeiten im Rahmen Ihres Praktikums in konkreten Projekten zu den UN-Nachhaltigkeitszielen. Foto: Horizont 3000

Für StudentInnen der vier Wiener Unis BOKU, TU, WU und Universität Wien (Internationale Entwicklung) hat Horizont 3000 ein innovatives Praktikumsprogramm rund um die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG’s) entwickelt. Umwelt- und Gendertrainings in El Salvador, Förderung von bäuerlichem Unternehmertum in Uganda, Verbesserung des diözesanen Gebäudemanagements in Papua Neuguinea - durch die Mitarbeit in den Projekten und vor allem durch das Teilen der Erfahrungen und des konkretes Engagement nach der Rückkehr in Österreich leisten die TeilnehmerInnen einen Beitrag zur Bekanntmachung und Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele. Die nächste Möglichkeit an dem Programm teilzunehmen gibt es  im Sommer 2020. Infos>>>

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zuletzt geändert am 25.03.2019

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