Kind beim Füttern der Kühe.
Früh übt sich, was ein kräftiger Bauer werden will. Foto: www.bauernhof-urlaub.com / Andreas Kern

Wohnen und Arbeiten bei bayrischen Bauern.

Echte Erlebnisse, authentische Menschen und die Einbindung in den Alltag – all das bieten die Mitglieder des Landesverbands Bauernhof- und Landurlaub Bayern.

Äpfel, Birnen, Kirschen ernten – Beim Berger in Bad Feilnbach/Obb.

Familie Berger bei der Apfelernte.
Familie Berger bei der Apfelernte. Foto: www.beim-berger.de

Hier leben drei Generationen unter einem Dach. Oma Anna-Maria und Opa Josef Spann, Bäuerin Veronika und Bauer Marinus mit den vier Buben Marinus junior, Seppi, Xaver und Valentin. Alle helfen fleißig mit auf dem Hof in Alleinlage etwa zwei Kilometer außerhalb des Obst-Eldorados Bad Feilnbach. Anders ginge es auch nicht. Die bayerische Großfamilie macht es einem leicht, das bäuerliche Landleben richtig kennen zu lernen. Wer mag, kann von Juni bis November mit dabei sein, wenn die verschiedensten regionalen Obstsorten geerntet werden: vielerlei Sorten von Kirschen, Äpfeln und Birnen, außerdem Zwetschgen und Mirabellen. Natürlich alle ungespritzt! Was nicht gleich aufgegessen oder zu Saft verarbeitet wird, das veredeln die Spanns im Winter zu Obstbränden und Likören. www.beim-berger.de.

Fischen mal anders – Gowerlhof in Tirschenreuth/Oberpfalz

Fischer mit Kindern
Im Oktober veranstaltet der Gowerlhof sein traditionelles Abfischen. Foto: www.gowerlhof.de

In Tirschenreuth dreht sich alles um die schwimmende Gattung: Sprechende Fische und Geschichten von Wassergeistern und Nixen gibt es im Oberpfälzer Fischereimuseum zu bestaunen. Auch eine geführte Wanderung durch die Tirschenreuther Teichpfanne ist ein Erlebnis. Apropos Fisch und Pfanne: Petrijünger finden an den zwei hauseigenen Weihern der Familie Zeitler ihr Glück. Sie begleiten Bauer Josef beim Fische füttern und kontrollieren der Weiher, angeln Forellen, Schleien, Karpfen, Zander und Aale oder schauen nachmittags Bäuerin Elisabeth beim Karpfenfiletieren über die Schulter. Für alle leidenschaftlichen Angler gibt es auf dem Hof sogar einen eigenen Fischkeller mit Kühlraum und Räucherofen. Ein Highlight erwartet die Gäste im Oktober: Da veranstaltet der Gowerlhof sein traditionelles Abfischen während der Landkreis-Fischwochen. Dann wird quasi der Stöpsel aus dem Angelteich gezogen – und die fangfrische Beute wandert vom Teich direkt auf den Teller. www.gowerlhof.de.

Weinlesezeit – Wildberghof im Steigerwald/Franken

Weine vom Wildberghof.
Weine vom Wildberghof. Foto: www.kleine-fotoschmiede.de

Herbstzeit ist Weinlesezeit. So auch für die Familie Endreß auf dem Wildberghof in Franken. Der familiengeführte Hof betreibt einen naturnahen Weinanbau, der ganz besondere Tropfen hervorbringt. Jeder Rebstock bekommt fast doppelt so viel Platz wie auf anderen Weinbergen. Das heißt zwar weniger Ertrag für die Winzerfamilie, dafür aber mehr Licht für die Trauben und bessere Qualität für den Wein. Letztes Jahr kamen die ersten Gäste speziell in den Tagen von September bis Oktober auf die herrschaftliche Burg in Alleinlage inmitten des Steigerwaldes um dabei zu sein, wenn die Trauben für die hauseigenen Frankenweine (noch per Hand!) in die Eimer gepflückt werden. Eine gute Woche dauert die oft schweißtreibende Arbeit in den Weinbergen, bis dann endlich der Wein gekeltert und in Flaschen abgefüllt werden kann. Umso unvergesslicher dann nach ein paar Tagen ein Schluck des noch nicht fertig gegorenen, neuen Weins – auch Federweißer, Sturm oder Bremser genannt – zusammen mit einem warmen Zwiebelkuchen. Hausgäste kommen dann das ganze Jahr über in den Genuss von fantastischem Müller-Thurgau und Silvaner. www.wildberghof.de.

Kräuter erleben und erschmecken – Thomahof bei Fridolfing/Obb.

Evi Reiter mit einem Korb voll Kräuter
Evi Reiter mit einem Korb voll Kräuter. Foto: Günter Standl

Echtes Bauernhof-Erlebnis mit allen Facetten erleben Gäste des Thomahof im Rupertiwinkel. Denn die umtriebige Bäuerin Evi Reiter macht so gut wie aus allem, was in der Natur vorkommt, feine Köstlichkeiten. Evi nimmt ihre Gäste nicht nur einfach mit in die Natur, sondern bringt sie ihnen Stück für Stück näher. Da wird dann geschnuppert, befühlt, untersucht, geschaut, gestaunt und natürlich probiert. Dass für alles ein Kraut gewachsen ist, das zeigt die ausgebildete Gartenbäuerin und Kräuterpädagogin in ihrem liebevoll gepflegten Bauerngarten, wo neben den traditionellen Gemüsen und Blumen manch vermeintliche „Unkräuter“ gedeihen. Interessierte können bei der Kräuterernte mithelfen oder bei einer Kräuterwanderung die Wildpflanzen rund um den Hof kennen lernen. Die vielen leckeren Schmankerl, die Evi aus Kräutern und Früchten herstellt, kann man dann beim Frühstück probieren oder aus dem Hofladen den Lieben Zuhause mitbringen: Kräuterkäse, Wildkräuter-Aufstriche, Kräutersalz, Essige, Wildkräuterliköre und vieles mehr. www.thomahofurlaub.de.

Weitere Adressen zum Mitarbeiten und Mitmachen auf dem Land finden Sie unter www.bauernhof-urlaub.com.

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zuletzt geändert am 06.09.2016

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