Oase im Atlas Gebirge.
Oase im Atlas Gebirge. Foto: weltweitwandern

Marokko - Vielfalt an Kultur und Landschaft.

Von den Stränden der Mittelmeer- und Atlantikküste, über die Westsahara bis zu den Gipfeln des Hohen Atlas - Marokko fasziniert durch seine landschaftliche Vielfalt und die Lebendigkeit des arabischen Lebens.

Die Königsstädte, Rabat, Meknes, Fes und Marrakech laden zu einer Reise in eine fremde Welt ein. Die Magie dieser Orte, die historischen Medinas und die Düfte und Klänge verzaubern jeden Gast. Besonders das farbenprächtige Marrakesch, mit seinen geschichtsträchtigen Kulturmonumenten, Gauklern, Schlangenbeschwörern und Dutzenden von Garküchen

Im krassen Gegensatz zu dem bunten Leben der Stadt präsentiert sich die Ebene auf der Fahrt zum Hohen Atlas. Kultivierte Getreidefelder und Haine weichen bald einer Gebirgslandschaft mit Wachholderbäumen und einem Hochtal, in dem Berber und Halbnomaden leben. Wollteppiche, traditionelle Türenmalereien und Berberzeichen geben einen Einblick in die uralte Kultur dieses Volkes. Ein jeder Passübergang birgt die Aussicht auf ein neues Bild in sich. Architektur, die Farben und Formen der Landschaft und die verschiedenen Berberstämme, ihre Kleidertraditionen und Gesänge geben jedem Tal seine eigene Stimmung. Einsame Wege führen zu Almweiden und Schluchten. Ganz Sportliche wagen sich an die schweißtreibende Besteigung des Ighil Mgoun, der 4.071 m in den Himmel ragt. Die Belohnung ist kaum zu übertreffen: eine herrliche Rundsicht auf den Hohen Altas und den großen Süden. Eine der Wanderungen führt am Flusslauf des Oued Sain an Felsformationen vorbei, die an Gegenden des Grand Canyon erinnern. Hier wurden auch viele der berühmten Szenen aus den Winnetou Filmen gedreht.

Wanderer in den Dünen der Sahara-Wüste.
Wandern in den Dünen der Sahara-Wüste. Foto: Weltweitwandern

Im südlichen Atlas beeindrucken die Kasbhas, die Lehm-Wohnburgen der Berber. Die Häuser sind aus dem Material ihrer Umgebung gebaut, fügen sich fließend in das Landschaftsbild ein. Die Farbschattierungen: rosa, ocker, das Grün der kleinen Oasen, das Dunkelgrün der Wachholderbäume, das Braun der Erde, das sich verändernde Licht – diese imposante Szenerie lädt ein zum Innehalten und Betrachten.

Modern und tief verwurzelt

Die Menschen sind teils modern und teils tief verwurzelt in der Geschichte, wie die Palmen in der Erde. Das marokkanische Leben ist charakterisiert durch einen starken Einfluss des Islam und seine Zweisprachigkeit, die Amtssprache ist Arabisch und nach wie vor wird Französisch gelehrt und gesprochen. Hier erkennt man den historisch bedingten Riss in der Identität des Landes und der Menschen. Die wichtigste und am häufigsten anzutreffende Einheit ist die Großfamilie, patriarchalisch dominiert. Nach der Unabhängigkeitserklärung 1956 hat sich dieses soziale Konstrukt ein wenig verändert. Vor allem Frauen kämpfen vermehrt um westliche Standards für ihre Lebensbedingungen. Die Dominanz der Männer, Väter und Brüder bleibt trotz der Modernisierung standhaft.

Die wichtigen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau, verarbeitende Industrie (Textilien, Leder) und Tourismus. Letzterer boomt seit geraumer Zeit, bringt im Jahr bis zu knapp 6 Millionen Reisende ins Land und unterstützt die desolate Wirtschaftslage. Leider bringt dieses rasante Wachstum auch viele Probleme ins Land - von der Umweltbelastung bis hin zur Ausbeutung der im Tourismus beschäftigten Menschen.

Die Naturschönheiten Marokkos 

Altstadt (Medina) von Fès: Die einstige marokkanische Hauptstadt ist ein sehr bedeutendes kulturell-religiöses Zentrum. UNESCO Naturerbe

Altstadt von Marrakesch: Provinzhauptstadt in Marokko, am Hohen Atlas, 746'000 Einwohner; malerische Altstadt (Weltkulturerbe seit 1985); traditionelle Sultanresidenz, viele Paläste und Moscheen, Universität, Handels- und Verwaltungszentrum.

Wüste Westsahara, beeindruckende Dünen, herrliche Weite und Stille. Abwechslungsreiche Landschaftsformen, Stein- und Felswüste, Oasen und Sternschnuppen.

Hochgebirgslandschaft des hohen Atlas, Karawanenpfade, Täler und Schluchten, Fülle der Vegetation. 

Teller mit nationalen Gerichten.
Traditionelle Gerichte aus Marokko. Foto: Weltweitwandern

Kulinarische Spezialitäten

Tajines: Köstliche langsam gegarte Eintöpfe.
Salade: Bunte Salate aus verschiedensten Obst- und Gemüsesorten mit Olivenöldressing, das marokkanischen Knoblauch, frische Korianderblätter, Petersilie und Essig oder Limouns (grün-gelbe saure Zitronen). Das Gemüse ist Bissfest gekocht und wird zu aromatischen und bunten Salaten verrührt.
Couscous: Das traditionelle Gericht wird in verschiedensten Geschmacksnuancen und Zubereitungsvarianten gerne am Ende eines Mahls serviert. Couscous kann vielseitig verwendet werden, als Fülle, als Gemüsebeilage oder Vorspeise.

Eine der Besonderheiten Marokkos sind die bunten Märkte. Auf Ihnen bekommt man alles, was man zum Kochen, Essen und Leben braucht. Geschirr, Gewand, Gewürze, Schmuck, Schuhe, Dekorationsgegenstände, Süßigkeiten, Parfums, Öle … Nächtigen kann man in Riads  Das sind sog. alte Stadthäuser, die zu Hotels umgebaut wurden. Man findet sie in jeder größeren Stadt, viele von Ihnen werden nach europäischen Standards und großteils sogar von Europäern geführt.

Literatur

Elias Canetti, „Die Stimmen von Marrakech“, Fischer TB Verlag
Geraldine Brooks, „Die Töchter von Allah“, Goldmann Verlag
Lucien Leitess, „Reise nach Marokko: Kulturkompass fürs Handgepäck“, Unionsverlag

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zuletzt geändert am 02.08.2018

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