Möserer See. Foto: Olypiaregion Seefeld

Auf Seensuche im Schwalbennest Tirols

Hoch über dem Inntal, eingerahmt von Hoher Munde, Wetterstein und Karwendel, liegt Mösern, auch liebevoll das „Schwalbennest Tirols“ genannt. Eine märchenhafte Landschaft mit gewundenen Waldwegen und verschwundenen Seen.

Haben Sie schon einmal vom verschwundenen See gehört? Zu manchen Zeiten breitet sich das Wasser weit und klar aus, bisweilen sogar in Springquellen aus der Tiefe sprudelnd, um zu anderen Zeiten innerhalb weniger Tage wieder auszulaufen. Was wie eine alte Sage klingt ist ein seltenes Phänomen auf dem Plateau Wildmoos in der Nähe von Mösern und Seefeld. Hier liegen mit dem Wildmoossee und dem Lottensee gleich zwei solcher a-periodischer Naturwunder. Der Boden unterhalb dieser Seen dürfte stark verkarstet sein, mit einem nach unten dichten Gefäßsystem. Sobald es im Frühjahr taut, füllen sich die unterirdischen Gefäße mit Wasser, der Überlauf überschwemmt die Wiesenmulden und bildet Seen, die oft nach einigen Wochen wieder verschwinden. In manchen Jahren steigt der Wasserspiegel nach der Schneeschmelze weiter an. Die Seen bleiben dann den ganzen Sommer mit konstantem Wasserstand bestehen und laufen erst im Herbst aus. Die exakten Ursachen für das Auftreten der Seen sind für den Menschen nach wie vor ein Geheimnis. Auch wann die Seen auftreten, lässt sich nicht vorherbestimmen.

Wie gut, dass der in nächster Nähe gelegene idyllische Möserer See etwas mehr Beständigkeit zeigt. Er verschwindet nie sondern fasziniert durch sein klares Wasser und die fast schon geheimnisvoll anmutende Ruhe; ein beliebter – weil warmer – Badesee mit einladender Seestube. Saftige Obstkuchen, Suppe aus dem großen Topf geschöpft, so viel man möchte, die Speisen alle frisch gekocht und von bester Qualität - eine Stärkung in der Möserer Seestube ist ein Muss.

Im Wanderparadies Mösern/Buchen bei Seefeld gibt es über 450km markierte Wanderwege durch lichte Wälder, über weite Almen, und immer wieder mit traumhafter Aussicht auf die umliegenden Berggipfel und das Inntal, die schon seinerzeit Albrecht Dürer gefangen genommen hat.

Foto: Olympiaregion Seefeld

Wintersportler finden in der Region Seefeld ohnehin Sportmöglichkeiten auf olympischem Niveau: Skifahren auf 37 Pistenkilometern mit rund 30 Seilbahnen und Liften, Langlaufen auf 279 Loipenkilometern, Winterwandern auf 142 Kilometern geräumten Wegen. Wer es gemütlicher angehen möchte, genießt die Natur bei einem Spaziergang – oder beim Wellness im Hotel.

Anreise:

Mit dem Zug von Innsbruck nach Seefeld, Bus nach Mösern

Infos:

Wandern rund um Seefeld/Mösern: www.seefeld-wandern.at

Detaillierter Wanderführer mit aktuellem Hüttenverzeichnis zum Download auf: www.seefeld.com

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zuletzt geändert am 26.09.2017

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