Rotschenkel im seichten Uferwasser des Neusiedler Sees
Foto: Nationalpark Neusiedler See Seewinkel

Nationalpark in der Steppe

Wo die letzten Ausläufer der Ostalpen auf die Ungarische Tiefebene treffen, liegt einer der „Hot Spots“ der Biodiversität – der Nationalpark Neusiedlersee. In der Region rund um den See kann man Natur und Kultur  oder Wasser- und Radsport genießen.
 

Der Südostteil des Steppensees mit dem ausgedehnten Schilfgürtel, die periodisch austrocknenden Salzlacken, artenreiche Feuchtwiese und die typischen Hutweiden der Tiefebene sind im grenzüberschreitenden Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel / Fertö - Hanság geschützt.

Die hohe Biodiversität hat mit der Verbreitungsgrenze vieler Tier- und Pflanzenarten zu tun, die aus West und Ost am Neusiedler See aufeinander treffen. Dazu rasten hier von Februar bis Juni  viele Vogelarten auf ihrem Weg in die Brutgebiete des Nordens. Von August bis Oktober ziehen sie wieder durch, auf ihrem Weg ins Winterquartier.  Mehr als 300 Vogelarten sind am Neusiedler See nachgewiesen. Ein Mosaik aus Salz-, Sand- und Schwarzerdeböden beschert der Region eine ähnliche Vielfalt in der Pflanzenwelt, von Meeresküstenarten an den Lackenrändern bis zur Farbenpracht der Trockenrasen.

Der Neusiedler See unterliegt mit einer Wassertiefe von nur 1,1 m dem Wechselspiel von Niederschlag und Verdunstung – schon oft ist er nach längeren Trockenphasen völlig verschwunden, um kurz darauf Hochwasser zu führen. Die Salzlacken verdanken ihre Entstehung zum Teil der Abtrennung vom See, zum Teil der Existenz von seichten Wannen aus der letzten Eiszeit.

Mit dem Boot auf dem Neusiedler See
Mit dem Boot auf dem Neusiedler See. Foto: Nationalpark Neusiedler See Seewinkel

Aktive und entspannende Urlaubsfreude rund um den Neusiedler See

Die Region um den Neusiedler See punktet als vielseitiges Urlaubsziel. SonnenanbeterInnen können mit einem Übermaß an Sonnentagen im Jahr rechnen und Radinteressierte finden ein gut ausgebautes Radwegenetz mit 40 Radwegen auf rund 1.000 Kilometern.

Ein Erlebnis besonders im Frühsommer ist der Lackenradweg, der am vorübergehenden Zuhause eleganter Wildvögel vorbei führt, oder der  Festival-Radweg bzw. der Kirschblüten-Radweg am Leithagebirge. Alle sind mit Rad und Schiff in entspannter Kombination rund um den See möglich.

Der windreiche See ist für Segler, Wind- und Kitesurfer der ideale Ort, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Auch Stand Up Paddeln, Seekajak und Kanu bieten sich an, um Körper und Geist in Schwung zu halten.

KULINarik

Die „Pannonische Küche“ bietet einen delikaten Mix aus mediterraner und gutbürgerlicher Kost. Gerichte wie geschmortes Mangalitzaschwein in der „Hölle“ bei Illmitz, gedämpftes Seewinkler Gemüse aus Wallern oder gegrillter Neusiedler See-Fisch lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. In den zahlreichen Heurigenbetrieben kann man bodenständige, regionale Produkte und eine große Auswahl an frischen oder vollmundigen Weinen genießen.

kultur

Konzerte und Ausstellungen im Schloss Esterházy in Eisenstadt, die Seefestspiele Mörbisch oder die Opernfestspiele St. Margarethen sowie zahlreiche Museen sind  einen Besuch wert.

Mit der Neusiedler See Card genießt man zahlreiche Gratisleistungen und  Vergünstigungen in Erlebniswelten, Museen, Konzerten, Bädern sowie Bus und Bahn des Regionalverkehrs.

Graurinder und Wasserbüffel
Graurinder und Wasserbüffel. Foto: Nationalpark Neusiedler See Seewinkel

Anreise

Mit der Bahn nach Neusiedl, von dort weiter mit der Bahn oder Bussen. Ausgedehntes Radwegenetz und großes Angebot an Schiffsverbindungen.
 

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zuletzt geändert am 27.11.2018

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