Leuchtturm Eiderstedt.
Leuchtturm Eiderstedt. Foto: ONE WORLD Reisen mit Sinnen

Nationalpark Wattenmeer – Welterbe der Menschheit

Das Wattenmeer ist die weltweit größte zusammenhängende Fläche aus Schlick- und Sandwatt und einer der letzten weitgehend unberührten Landstriche Europas. Seine Artenvielfalt ist einzigartig.

Im Wattenmeer leben ungefähr 10.000 Tier- und Pflanzenarten. 2009 wurde dieses einzigartige Ökosystem zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

Hier entdeckt man wunderschöne Landschaftsformen sowie unzählige Spezies zwischen Meeresgrund und Horizont. Wattwürmer, Heringe und Seezungen, Möwen, Schafe und Schweinswale fühlen sich heimisch, vier Millionen Zugvögel legen Zwischenstopp auf ihrem Weg gen Süden ein, um nach Futter zu suchen oder sich auszuruhen. Auf einem einzigen Quadratmeter Wattboden können 50 000 und mehr Wattschnecken und Schlickkrebse leben, die Zahl der Mikroorganismen geht in die Millionen.

Ob mit Gummistiefeln oder barfuß eine Wattwanderung ist ein Muss. Überall entlang der Küste werden Führungen angeboten, auf denen man Naturkundliches, aber auch Geschichten über die Küstenbewohner erfährt.

Multimar Wattforum

Das „Multimar Wattforum“ in Tönning ist das größte Informationszentrum des Nationalparks. Für Groß und Klein wird hier das komplexe Ökosystem des Wattenmeeres anschaulich dargestellt. Das Erlebnishaus bietet 36 größere Aquarien, ein Großbecken mit einer sechs Mal sechs Meter großen Panoramascheibe, Ausstellungen, beeindruckende Diaschauen und Filmaufnahmen sowie viele Möglichkeiten zum Mitmachen, wie z. B. beim virtuellen Wettradeln. Die Aquarien zeigen die unterschiedlichen Lebensräume der Gewässer und ihrer Bewohner. Fische, Krebse, Schalen- und Weichtiere gibt es hier zu bewundern – insgesamt über 280 Arten.

In der Ausstellung „Wale in Watt und Weltmeer“ stehen Besucher „Aug in Aug“ mit den Gigenten der Meere. Wissenswertes über den Schweinswal und seine großen Verwandten in den Weltmeeren gibt es zu erfahren. Highlight ist ein 17,5 Meter langes Skelett eines gestrandeten Pottwals.

Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Foto: ONE WORLD Reisen mit Sinnen

Husum

„Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.“

(Theodor Storm)

Obwohl sie „die graue Stadt am Meer“ genannt wird, bietet Husum keinesfalls ein tristes Bild. Der von Giebelhäusern gesäumte Binnenhafen und die „Wasserreihe“ als schönste Straße der Altstadt sind sehr bunt. Ein Stück weiter am Außenhafen legen die Ausflugsschiffe zu den Halligen ab und gehen die Grabbenkutter vor Anker. In der Heimatstadt Theodor Storms bietet sich auch eine Besichtigung des Marktplatzes oder ein Museumsbesuch an: z. B. im Freilichtmuseum „Ostenfelder Bauernhaus“, Nissenhaus mit dem Nordfriesischen Museum oder im Theodor-Storm-Haus.

Halligflieder im Sand.
Halligflieder im Sand. Foto: WWF

Amrum und Föhr

Auf den Nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr genießt man mit allen Sinnen: Kilometerlange weiße Sandstrände, pittoreske Inseldörfer, Dünen, Heiden und Salzwiesen mit lila blühendem Halligflieder und duftendem Strandwermut.

Im Naturschutzgebiet „Amrumer Dünen“ treffen viele verschiedene Lebensräume auf engstem Raum aufeinander, dadurch ist eine sich ständig ändernde Pflanzen- und Tierwelt vorzufinden. Das Schutzgebiet erstreckt sich von Norddorf bis fast nach Wittdün über Amrum. Im Norden der Insel zu hause sind Seevögel, insbesondere die Heringsmöwe, die in den entlegenen Dünentälern brüten. Besucher können die gefiederten Bewohner außerhalb der Brutzeit auf regelmäßig durchgeführten Führungen bewundern.

Auf der Insel Föhr befindet sich eines der schönsten Dörfer Deutschlands. In Nieblum kann man die stattliche St. Johanniskirche aus dem 12./13. Jahrhundert, Alleen und Rosenbüsche und niedrige reetgedeckte Friesenhäuser bewundern.

Hallig Langeneß

Mit der Fähre gelangt man zur Hallig Langeneß, die mit 18 Warfen die größte nordfriesische Hallig ist. Ungefähr 110 Einwohner sind hier zuhause. Ihre Entstehungsgeschichte ist die Geschichte vom Spiel der Gezeiten und verheerenden Sturmfluten. Einst bestand die Hallig noch aus drei separaten Halligen, die durch Dammbauten, Lahnungen und natürlichen Anwuchs zusammenwuchsen. Über die Jahrhunderte verkleinerte sich Langeneß. Heute misst sie etwa eine Länge von 10 Kilometern und eine Breite von bis zu 1400 Metern. Im Spätsommer und Herbst kann man hier das atemberaubende Schauspiel der Wandervögel beobachten.

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zuletzt geändert am 03.05.2018

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