Verscheneite Hütte.
Foto: TV Passeiertal

Passeiertal - ein Tal voller Gegensätze

Nördlich von Meran liegt ein Tal voller Gegensätze. Hier wachsen Edelweiß und Palmen, hier wird gleichzeitig Golf gespielt und Ski gefahren, hier werden zu Mittag Bauernschmankerl und abends Scampi serviert, hier wird die ganze Vielfalt Südtirols gelebt.

Wer über die langen Serpentinen den höchsten Punkt von Jaufenpass oder Timmelsjoch erreicht hat und erstmals ins Passeiertal blickt, sieht dunkle Wälder und sonnige Hochalmen inmitten der grandiosen Bergwelt von Sarntaler, Ötztaler und Stubaier Alpen. Wer aus dem milden, palmen- und weinverwöhnten Süden der Stadt Meran anreist, dem öffnet sich das Tal wie eine grüne, blühende Wiese mit Obstgärten, schmucken Bauernhöfen und dem heiteren Plätschern des Passerflusses. Diese Melange aus weitgehend unberührter Natur, klimatischer Vielfalt und selbstbewusster, lebendiger Kultur machen das Passeiertal zu einem der ursprünglichsten und faszinierendsten Täler Südtirols. 300 Sonnentage im Jahr und die nach Norden geschützte Lage machen es zu einer Frei zeit- und Sportdestination, die von Februar bis Dezember Golfen im Tal ermöglicht, während auf den Höhen schon die Pistengaudi regiert.

Abseits von den großen Durchzugsrouten des Tourismus finden Individualurlauber im Vorderpasseier zwischen Meran, Riffian-Kuens, St. Martin und dem Hauptort St. Leonhard eine sanfte, weite Tallandschaft mit mediterranem Flair und erstklassiger Hotellerie. Im Hinterpasseier, zwischen St. Leonhard, Moos und dem Timmelsjoch, eröffnet sich eine hochalpine Landschaft mit Bilderbuch-Ausblicken auf die Bergwelt und herzlich-bodenständiger Gastfreundschaft.

Passeiertal, Hirzerhütte
Passeiertal, Hirzerhütte. Foto: TV Passeiertal

Moos hat sich als Mitglied der internationalen Tourismus Organisation Alpine Pearls sanften Mobilitätskonzepten verschrieben. Im Sommer laden gemütliche Wanderungen, anspruchsvolles Klettern an schroffen Felswänden oder Mountainbiketouren Richtung Gipfelkreuz ein, die  Landschaft in und rund um Pfelders zu erkunden.

Wer im Winter in Pfelders residiert, hat es von der Unterkunft nie weiter als drei Minuten bis zum nächsten Lift. Moderne Aufstiegsanlagen bringen einen bequem in wenigen Minuten auf bis zu 2.502m Höhe. Das winterliche Pfelders lockt darüber hinaus mit Winterwanderwegen, geführten Fackel- und Schneeschuhwanderungen, Pferdekutschenfahrten durch die tief verschneite Landschaft, Eislaufen auf Natureis, Langlaufen, Reiten, Rodeln zum puren Winterspaß. Pfelders – eine Fraktion der Gemeinde Moos – ist stark verkehrsberuhigt.  Nur Einheimische und Gäste der Beherbergungsbetriebe dürfen die Straßen befahren. Die Gemeinde ist zudem auch Partner des Interegg-Projektes „Mobilität ohne Barrieren“. Im Mittelpunkt der Initiative steht der Abbau von Barrieren zum öffentlichen Verkehr, zum Fuß- und zum Radverkehr vor allem für jene, die auf den Nahverkehr besonders angewiesen sind – SeniorInnen, Frauen mit Kinder und betreuungsbedürftige Angehörige sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

Naturschönheiten

Der Naturpark Texelgruppe ist der größte Naturpark Südtirols, mit einer Höhe von fast 3000 m reicht der Park von mediterranen Flaumeichen-Buschwald über duftende Almwiesen bis hin in die Eisregion. Neben der botanischen Vielfalt beheimatet der Park eine beeindruckende alpine Tierwelt von Steinadlern, Gämsen und Steinböcken bis hin zu den Alpensalamandern und Bergmolchen.

Die neun Spronser Seen befinden sich in den Bergen der Naturpark Texelgruppe und repräsentieren die größte hochalpine Seenplatte Südtirols. Wunderschöne Wandertouren für die gesamte Familie führen an den Seen vorbei, an deren Ufern auch im Sommer aufgrund ihrer Höhenlage oftmals noch Schnee liegt.

Rotwein und Schüttelbrot
Rotwein und Schüttelbrot. Foto: TV Passeiertal

Kulinarik

Die Perle Moos kitzelt die Gaumen ihrer Besucher mit aus natürlichen und biologischen Rohstoffen hergestelltem Speck und Käse sowie mit Spezialitäten aus zertifiziertem Bioheu, wie etwa Heusuppe oder Heuknödel. Zu empfehlen sind auch die Erzeugnisse der Psairer Biobergkäserei.

Besonderes kulinarisches Schmankerl ist die Bauernkuchl - sechs Gastwirte bitten im Hinterpasseier zu Tisch zum kulinarischen Streifzug durch die traditionelle Küche. Die Verwendung heimischer Produkte steht  im Vordergrund. Hausgemachte Knödel, verschiedene Wildspezialitäten, Bauernbratl oder Passeier Bachforelle, süße Verführungen wie die Psairer Krapfn und ein authentisches Ambiente in gemütlichen Stuben garantieren einen kulinarischen Genuss.

Kunst & Kultur

Wo sich heute das Museum Passeier befindet wurde der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer geboren. Das Museum beinhaltet viele originale Ausstellungsstücke und eine umfangreiche Sammlung zur Volkskunde des Passeiertales. Der Freilicht-Bereich mit zahlreichen übertragenen Gebäuden vom 16. bis 19. Jahrhundert sowie die Herz-Jesu-Kapelle (1899) und das Heilig-Grab-Krichlein (1691) runden das Museumserlebnis ab.

Das Bunker Mooseum ist ein alter Bunker der von der Gemeinde Moos zu einem Museum mit Erlebnischarakter umfunktioniert wurde und auch als Informationsstelle für den Naturpark Texelgruppe dient. Es werden Ausstellungsbereiche zu Ur- und Siedlungsgeschichte des Hinterpasseier, zum Schneeberg, zur Naturkunde und Geologie geboten. Zeitgeschichte und Bunker- Erlebnis, ein Steinbock- Gehege und ein Klettergarten runden das Angebot ab. Im Zugangsbereich, dem Gläsernen Turm erhalten die Besucher einen atemberaubenden Ausblick auf die eindrucksvolle umliegende Bergwelt und Landschaft des Hinterpasseiers.

Mobilität

Anreise mit der Bahn nach Meran und mit dem stündlich verkehrenden Linienbus direkt ins Passeiertal. Auf Wunsch erfolgt auch eine Abholung vom Bahnhof durch den Gastgeber.

Die Mobilcard Südtirol ermöglicht freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz Südtirol, sowie im Sommer auch auf vielen Liftanlagen.  Die Museummobil Card bietet zusätzlich auch noch freien Eintritt zu rund 80 Südtiroler Museen. Kutschenfahrten, Mountainbikes, der Grünboden-Express und ein umfangreiches Angebot an geführten naturkundlichen Wanderungen runden das sanft-mobile Sommerangebot ab. Im Winter sorgen der „Dorfexpress“ und zwei Citybusse für schnellen und bequemen Transfer zwischen den Parkplätzen, dem Ortskern und den Liftanlagen.

Infos: www.passeiertal.it

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zuletzt geändert am 17.10.2018

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