Familie bei einer Rast im Waldboden.
Foto: SalzburgerLand Tourismus / Tom Son

Zurück in die analoge Welt

„Die digitale Welt ist der größte Feind für die Gesundheit“, sagt Michael Mayerhofer vom Salzburger Institut für Bewegung und Gesundheit. Auf der Suche nach Alternativen ist man in Salzburg auf den Wald gestoßen.

53% der Landesfläche sind bewaldet. „Ohne diesen Naturschatz wäre das Land nicht wirklich attraktiv. Unser alpiner Mischwald steht für eine saubere Luft ohne Feinstaub, er sorgt als Filter für gutes Wasser und ohne seine Schutzfunktion gäbe es in vielen Tälern gröbere Probleme“, schwärmt Tourismus-Geschäftsführer Leo Bauernberger.

Der Wald ist für viele Menschen aber auch ein Sehnsuchtsort. Hier finden sie in ihrer Freizeit und im Urlaub Ruhe, Erholung und Inspiration. Das zeigen auch die Ergebnisse einer Studie der Karmasin Motivforschung, die dem Wald eine besonders gute Note beschert. 80% der Befragten assoziieren mit dem Wald positive Emotionen wie Erholung und Wandern, für 76% vermittelt der Wald ein Gefühl von Heimat und Ursprünglichkeit, geschätzt wird er auch als Rohstoff- und Lebensmittellieferant und für sportliche Aktivitäten. „Es geht dabei vor allem um die Bilder, die dabei entstehen. Der Wald ist ein geheimnisvoller Ort mit mystischen, verborgenen Plätzen, er ist mit seiner Urgewalt eine Parallelwelt zur digitalen Konsumwelt und verkörpert das Thema Nachhaltigkeit im emotionalen Sinn als etwas, was über Generationen weitergegeben wird“, so Sophie Karmasin.

2 Kinder sitzen auf einem Baumstamm und lassen die Füße in einen Waldsee baumeln
Besonders für Kinder, die in der Stadt aufwachsen, ist das Naturerlebnis besonders wertvoll. Foto: SalzburgerLand Tourismus / Tom Son

Nicht zuletzt fördert der Aufenthalt im Wald die Gesundheit. Mayrhofer: „Mittlerweile gibt es ein Krankheitsbild bei Kindern und Jugendlichen, die in der Stadt aufwachsen, das man 'Leiden der mangelnden Naturnähe' nennt. Schon eine halbe Stunde im Wald spazieren gehen senkt die Herzfrequenz und den Adrenalinspiegel um 30%, stärkt das Immunsystem und hilft gegen Schlaflosigkeit.“ Und Salzburgs Ausnahmesportler Marcel Hirscher legt noch nach, er habe sein außergewöhnliches Gleichgewichtsgefühl schon als Kind beim Laufen durch den Wald aufgebaut.

Einatmen. Ausatmen.

Der Wald schenkt Kühle an heißen Tagen und sorgt für Überraschungen – Ameisenhügel, Feuersalamander und Schwarzbeeren – am Wegesrand. Er animiert zum Innehalten, Lauschen, Spüren, Bewegen oder Spielen. Während der Mensch im Wald Aktivitäten wie Wandern, Spaziergehen oder Radfahren nachgeht, nimmt er bewusst oder unbewusst viele Sinneseindrücke wahr. „Diese waldtypischen Geräusche, Gerüche oder visuellen Reize haben einen nachhaltigen Effekt auf Körper, Geist und Stimmung“, erläutert Leo Bauernberger. „Darum haben wir unter dem Motto ‚Einatmen. Ausatmen.‘ touristische Angebote rund um das Walderlebnis erstellt.“ So etwa gibt es Themen- und Erlebniswege, geführte Wanderungen, angeleitetes Waldbaden, Angebote von Waldpädagogen und Waldseilgärten.

Eine Frau greift bei einem Baum an eine harzige Stelle.
Foto: SalzburgerLand Tourismus / Tom Son

„Was man schätzt, das wird man auch schützen“, begrüßen die Österreichischen Bundesforste als größter Waldeigentümer die touristischen Ambitionen in Salzburg. Bauernberger: „Es gibt viele Faktoren, die der Tourismus im Hinblick auf den Wald berücksichtigen muss. Das Wichtigste ist, dass wir aufpassen – auf die Natur, dass wir keinen Schmutz hinterlassen und auch auf uns selbst, dass wir unsere Aktivitäten an unsere Möglichkeiten anpassen.“

ANREISE und Mobilität am Urlaubsort

"Trotz unzähliger Bemühungen und Angeboten, die An- und Abreise mit der Bahn für die Gäste attraktiv zu machen, ist es leider nur eine kleine Minderheit, die nicht mit dem Auto zu uns kommt", erzählt Bauernberger. Dabei wäre das eine schöne Möglichkeit die Natur zu bewahren und den Wald zu schützen. Gönnen Sie auch Ihrem Auto einen Urlaub, indem Sie es zuhause lassen. Sie erreichen Ihr Urlaubsziel bequem mit der Bahn, so manche Orte und Hotels bieten Abholdienste von nächstgelegenen Bahnhof. Am Urlaubsort selbst gibt es gute Busverbindungen oder Shuttledienste, die die Wanderer zum Beispiel zu den Ein- und Austiegsstellen von Wanderrouten bringen. Wenn Sie individuell mobil sein möchten bieten viele Hotels Leihräder und Leihautos - oft auch schon Elektroautos. Alles was Sie tun müssen ist ein bisschen mehr planen und sich erkundigen. Das ist der Erhalt der wunderbaren Natur allemal wert! Und wenn Sie sich einmal auf einen Urlaub ohne Auto eingelassen haben, werden Sie die vielen zusätzlichen Erlebnisse und Begegnungen an Ihrem Urlaubsort auch beim nächsten Mal nicht missen wollen.

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zuletzt geändert am 10.04.2019

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