Wals mit kleinem Tümpel, im Hintergrund schneebedeckte Berge.
Foto: TVB Rauris / Florian Bachmeier

Die Urwälder Salzburgs

Mit dem Rauriser und dem Lammertaler Urwald gibt es in Salzburg gleich zwei besonders ursprüngliche Waldgebiete zu entdecken.

Der Rauriser Urwald im Nationalpark Hohe Tauern

Am Fuße des 3.106 Meter hohen Sonnblicks im hinteren Raurisertal liegt mit dem Rauriser Urwald ein echtes Naturjuwel, das leicht erwandert werden kann. Der Weg führt von Kolm Saigurn in rund einer Stunde durch den jahrhundertealten, naturbelassenen Wald und endet an der Gainschnigg-Alm.

Vor rund 8.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, kam es an dieser Stelle zu einem Bergsturz, durch den viele Felsblöcke ins Tal rutschten. Sie verhinderten das Abfließen von Niederschlagswasser, wodurch sich eine Vielzahl kleinerer und größerer Tümpel bilden konnte. Rund 80 Moortümpel sind es heute. Zu den Besonderheiten der bis zu 400 Jahre alten Bäume zählen die Spitz- oder Kerzenfichten, die sich mit ganz kurzen und dichten Ästen an die klimatischen Verhältnisse und die hohen Schneemengen angepasst haben.

2 Mädchen auf einem Waldweg.
Unterwegs am Urwald Lehrpfad in Rauris. Foto: TVB Rauris / Florian Bachmeier

Auch die Vogelwelt ist im Rauriser Urwald außergewöhnlich vielfältig: Vom Fichtenkreuzschnabel über den Waldkauz bis hin zum Schwarzspecht sind alle Vögel vertreten, die in einem Bergwald vorkommen können. Weitere Besonderheiten sind die leuchtend gelb-grünen Wolfsflechten sowie die bis zu hundert Jahre alte Ameisenhügel mit einer Größe von bis zu drei Metern. All diese Besonderheiten kann man auch gemeinsam mit einem Nationalpark-Ranger entdecken.

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Die höchsten Baumriesen des Landes im Lammertaler Urwald

Ein Mischwald von ungewöhnlichen Dimensionen erwartet Besucher im Lammertaler Urwald im Tennengau. Hier wachsen auf einem Areal von rund zehn Hektar uralte Bäume, die zu den höchsten Österreichs, ja sogar Mitteleuropas, zählen. Der Rundweg durch den Wald dauert rund eine halbe Stunde und ist leicht zu erwandern.

2 Männer versuchen gemeinsam mit den Händen einen Baum zu umfassen - hegr sich bei Weitem nicht aus.
Mächtige Baumriesen gibt es im Lammertaler Urwald zu bestaunen. Foto: Gästeservice Tennengau

An dem kleinen Pfad verweisen Hinweisschilder immer wieder auf besonders alte und imposante Bäume. So etwa auf die rund 300 Jahre alte „Große Buche – die Mutter des Waldes“ oder den „Lammertaler Wächter“, eine 47 Meter hohe Tanne. Ihr Holzvolumen von 46 Festmetern würde ausreichen, um Dachstühle für vier Einfamilienhäuser zu zimmern. Und der Stammdurchmesser der rund 300 Jahre alten Fichte „Alter Tax“ misst an die 160 Zentimeter.

Der Anstieg erfolgt vom Parkplatz der „Spießalm“ in Lungötz oder über den acht Kilometer langen Baumwanderweg von St. Martin am Tennengebirge.

In den Tennengau>>>

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zuletzt geändert am 17.05.2019

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