Mann und Frau machen ein Selfie auf einem belebten Platz mit vielen Touristen.
Foto: Michel Stockman / unsplash

Nachhaltigen Tourismus aktiv mitgestalten

Im Rahmen der Travel Action Days 2026 haben Schülerinnen und Schüler der Berufsschule für Handel und Reisen in Wien eine Umfrage zum Thema „(verantwortungs-)BEWUSST REISEN“ durchgeführt. Kürzlich wurden die Ergebnisse präsentiert.

Im Fokus der Umfrage standen die Bedürfnisse und Erwartungen der Bevölkerung in Tourismusdestinationen. Gefragt wurden dabei vor allem Menschen in Wien. An den Wiener Bahnhöfen und auf der Mariahilfer Straße hoben die Befragten vor allem negative Auswirkungen wie überfüllte öffentliche Verkehrsmittel, Müll und Umweltbelastung sowie steigenden Druck auf die einheimische Bevölkerung durch höhere Mieten hervor. Als unerwünschtes Verhalten von Tourist*innen gelten insbesondere respektloses Auftreten, Verschmutzung sowie das Ignorieren lokaler Regeln und Gepflogenheiten, wie etwa die Einhaltung der Nachtruhe oder das Tragen angemessener Kleidung in religiösen Einrichtungen. Gleichzeitig wurden auch positive Effekte des Tourismus gesehen, darunter die Stärkung der Gastronomie, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Befragungen an anderen Orten, etwa in Schönbrunn, im ersten Wiener Gemeindebezirk sowie in Hallstatt und in internationalen Vergleichsregionen wie Gambia, Antalya und den Philippinen, bestätigten dieses ambivalente Bild: Während eine Mehrheit den Tourismus grundsätzlich als wirtschaftlich und kulturell bereichernd wahrnimmt, werden zugleich Belastungen wie Lärm, steigende Preise, Umweltprobleme und eine überlastete Infrastruktur als Herausforderungen gesehen.

Gleichzeitig äußerten über 80 Prozent der Befragten einen sehr klaren Wunsch nach einem nachhaltigen, verantwortungsvolleren und stärker gemeinwohlorientierten Tourismus, der lokale Gemeinschaften aktiv einbindet und von der Bevölkerung mitgetragen wird. „Es gilt also, touristische Angebote so (weiter) zu entwickeln, dass sie mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung im Einklang stehen und einen Nutzen für Gäste und Gastgeber*innen schaffen. Denn „Destinationen“ sind in erster Linie Lebensräume und Tourismus kann nur auf Basis von Partizipation und gesellschaftlicher Akzeptanz gut funktionieren“, fasst Anna Kodek von den Naturfreunden International das Ergebnis zusammen.

„Die Travel Action Days 2026 zeigen, wie der Dialog zwischen jungen Menschen, der Tourismusbranche und der Bevölkerung in Tourismusdestinationen Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung des Tourismus setzen kann. Die Ergebnisse verdeutlichen den Wunsch nach einer nachhaltigen und partizipativen Tourismusentwicklung und unterstreichen die Verantwortung der Tourismusbranche wie auch der Reisenden selbst, Reisen sowohl ökologisch als auch sozial verträglich zu gestalten“, ergänzt Günter Moser, Direktor der Berufsschule für Handel und Reisen.

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zuletzt geändert am 19.05.2026

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