Weingarten in der Abendsonne
Foto: Matej Korenika

Korte - auf ein Achterl Malvazija bei Matej Korenika

Matej Korenika ist einer von rund 40 Demeter-Bauern in Slowenien. An der Grenze zu Italien und Kroatien produziert er Oliven und Wein, vor allem grandiosen Malvazija.

Die Spur zum Malvazija von Matej Korenika beginnt schon in Wien. Ein, zwei Mal im Jahr kommt der slowenische Winzer und Olivenbauer zu Verkostungen. Davon inspiriert finden Slowenienurlauber ihren Weg zu seinem Hof in der Nähe von Portorož und fahren die einspurigen, kurvigen Straßen hoch, um sich ein paar Kartons Urlaubswein einzupacken. Ein absoluter Ab-Hof-Geheimtipp!

Matej Koreniko
Matej Korenika kultiviert Wein und Oliven in Korte, nahe Portorož. Foto: Juliane Fischer
Matej‘s Vater startete 1984 mit sieben Hektar Malvazija. 1998 begann er selbst mit kleinen Mengen zu experimentieren. 2002 hat er begonnen, biologisch zu arbeiten, seit 2010 ist er Demeter-zertifiziert. Mittlerweile kommt er auf 25 Hektar in sieben unterschiedlichen Lagen rund um das Haus, mit den Oliven auf insgesamt 31 Hektar. „Wir leben vom Wein, aber ich mache neben dem Olivenöl auch Traubensaft und Grappa. Seit drei Jahren arbeite ich außerdem an einem Essig-Projekt“, verrät Korenika. Dann hätte er praktischerweise Öl und Essig.

Die Lese beginnt hier Mitte September, manchmal auch schon im August. Wie sich der Klimawandel bemerkbar macht, sich die Natur Jahr für Jahr anders verhält, beobachtet Korenika gewissenhaft. „Wir hatten im Jahr 2017 keinen Übergang. Zwischen den Jahreszeiten waren krasse Sprünge“, meint er. Der Frühling hätte überhaupt nur zwei Wochen lang gedauert und die Vegetation sei 10 bis 15 Tage früher dran, verglichen mit dem Vorjahr.

Weinlese
Foto: Matej Korenika

Den Malvazija lässt das kalt. Fünf bis sieben Tage lang lag er auf der Maische, dann wurde er gepresst. Manche von Matejs Weinen dürfen dann bis zu zwei Jahren im Eichenfass reifen. Als Demeter-Bauer setzte er selbstverständlich keine Insektizide ein. Sein wichtigstes Hilfsmittel ist der Kompost, den er selbst aus Gras, Rebholz und Olivenpressresten herstellt. „Der Boden ist sehr ausgelaugt. Wir starteten mit viel zu wenig natürlichem Humusgehalt“, meint der Bauer. Auf den Böden rund um den kleinen Ort Korte ist das Düngen mit Kompost daher besonders wichtig.

Infos: Matej Korenika, 6310 Korte, Slowenien, www.korenikamoskon.si

Autorin: Juliane Fischer

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zuletzt geändert am 07.04.2019

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