Salzburg feiert 30 Jahre UNESCO-Welterbe
Seit 1996 wird das historische Zentrum Salzburgs auf der internationalen Welterbeliste der UNESCO geführt. Mit dieser Auszeichnung würdigt man das architektonische und kulturelle Erbe der Mozartstadt auf besondere Art und Weise.
Mittelalterliche Gassen und weitläufige Plätze, barocke Prunkbauten und prächtige Gärten: Salzburg ist eine Stadt, die sich ihren Charakter über die Jahrhunderte bewahrt hat. Die Silhouette der Stadt mit Festung Hohensalzburg, Dom und Kirchtürmen zeugt von einer reichen Vergangenheit. Einst kirchliche Residenz- und Fürstenstadt sowie historischer Stadtstaat im Herzen Europas trägt Salzburg noch heute die Handschrift ihrer Herrscher: Es waren die Fürsterzbischöfe, die, ausgestattet mit machtvollen Privilegien und großem Reichtum, sowohl als weltliche als auch geistliche Oberhäupter regierten.
Berühmte Sehenswürdigkeiten und Liebe zu Musik, Kunst und Kultur
Die hohe Dichte an beeindruckenden kirchlichen und weltlichen Bauten und Gebäudeensembles aus unterschiedlichen Epochen spiegelt die wechselvolle Geschichte Salzburgs wider. Das UNESCO-Welterbe der Altstadt umfasst insgesamt 236 Hektar Fläche und rund 1 000 Objekte. Dazu zählen die großen Sehenswürdigkeiten wie Alte und Neue Residenz, die Getreidegasse mit den Durchhäusern sowie der Mirabellgarten, weltweit einer der wenigen original erhaltenen Barockgärten.
Das kulturelle Erbe Salzburgs ist das Ergebnis regen Austauschs zwischen Nord- und Südeuropa, angeregt besonders durch die nach Salzburg geladenen italienischen Baumeister und Künstler. Neben der architektonischen Schönheit ist es auch die Bedeutung Salzburgs als Musik- und Kulturmetropole, die für die UNESCO ein wichtiges Kriterium zur Aufnahme war. Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) sowie Theatermacher Max Reinhardt, der die weltberühmten Salzburger Festspiele gründete, sind zwei der wichtigsten Belege für diese Bedeutsamkeit.
Orangerie Salzburg Panorama | Welterbe
Passend zum heurigen Jubiläum wird im Mirabellgarten mit dem neuen Museum „Orangerie Salzburg Panorama | Welterbe“ ein Zentrum für Kunst, Kultur und UNESCO Welterbe an einem der schönsten Plätze der Stadt eröffnet. Die Stadt setzt damit einen neuen Akzent für die Vermittlung Salzburgs als kulturelles Erbe der Menschheit. Konkret arbeitet das Team des Salzburg Museum an der Präsentation des Salzburg-Panoramas von Johann Michael Sattler sowie gemeinsam mit dem Ars Electronica Futurelab an digitalen Vermittlungsangeboten zur Erkundung der Stadt.
UNESCO Welterbe
Die Leitidee des Welterbes ist es, ausgezeichnete Stätten bewusst in den Kontext der Ge-schichte der gesamten Menschheit zu stellen und sie gemeinsam zu schützen. Alle Welterbe-Denkmäler besitzen außergewöhnlichen universellen Wert und haben neben der Ehre der Auszeichnung auch Verpflichtungen. Die Orte sind durch nationale Schutzmaßnahmen und entsprechendes Management für zukünftige Generationen zu erhalten. Heute umfasst die UNESCO Welterbeliste 1.248 Stätten in 170 Ländern, 12 davon in Österreich (Stand Anfang 2026).
Darüber hinaus gibt es auch noch das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Es dokumentiert, wie Menschen feiern, lernen, gestalten und Wissen weitergeben. Künstlerische Ausdrucksformen, mündlich überlieferte Traditionen, traditionelles Handwerk, gesellschaftliche Rituale sowie Feste und überliefertes Wissen um die Natur sind im Verzeichnis umfasst. Per November 2025 hält Österreich bei 178 Einträge.
Das Bundesland Salzburg verfügt über 31 Immaterielle Kulturgüter, darunter das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, das Salzburger Festschützenwesen oder das Aperschnalzen. Seit September 2016 findet sich auch die Spielpraxis des Salzburger Marionettentheaters auf dieser Liste. Die „höchst entwickelte Form des Puppen- und Figurentheaters“ wurde als erhaltenswertes Kulturgut ausgezeichnet.
Anreise
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zuletzt geändert am 29.04.2026