Auf einem Holztisch im Freien vor einem Holzhaus stehen einTeller mit Fisch, eine Flasche und ein Glas Wein
Foto: Franz Gerdl

Lavanttal setzt auf Genuss und Tradition

Am 1. Oktober 2020 wurde der Region Lavanttal die Auszeichnung „Slow Food Travel Destination“ verliehen. Es ist nach der Region Gitsch-, Gail-, Lesachtal, Weissensee erst die 2. Region in Österreich, die dieses Siegel tragen darf.

Die internationale Slow Food Bewegung sensibilisiert für den Schutz der biologischen Vielfalt und des kulturellen Erbes und macht auf die Besonderheiten der der lokalen Gastronomie aufmerksam. In Kärnten wurde die Slow Food Philosophie mit dem Reisen, dem Entdecken neuer Lebensräume verbunden. So entstand die weltweit erste Slow Food Travel Destination.

Zentral sind die Lebensmittel einer Region und deren Produzenten, die als Lebensmittelhandwerker die Produkte gewinnen und verarbeiten - in traditioneller Weise oder in innovativer Form, aber entsprechend der Slow Food Philosophie "gut.sauber.fair“.

Sabine David vor einer Presse mit em ausgeschnitzten Schriftzug vlg. Ritter.
Sabine David entlockt dem Boden und der Sonne auf Ihrem Weingut Ritter ausgezeichnete Weine. Foto: Arnold Pöschl

Wie etwa die Winzerfamilie David. Etwas erhöht am sonnigen Südhang des Josefsbergs in St. Paul, eingebettet in den Weingärten, ist ihr Weinhof vlg. Ritter zu finden. Hier gedeihen hervorragende Weine, ausgezeichnet mit internationalen Preisen und Prämierungen. Regionalität und Nachhaltigkeit wird hier gelebt und das ist die Grundlage für das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“, welches der Betrieb stolz und als einziger Betrieb in Kärnten trägt.

Die Familie Kienzl hat sich auf ihrem Genusshof in St. Andrä der Nuss mit Haut und Haaren verschrieben. Dementsprechend werden raffinierte Produkte rund um das Walnussöl angeboten: Wutzelschnaps, Nussmarmelade, süffige Liköre, Walnussmehl oder geröstetes Walnussöl. Beim Walnussknacken wird hochwertiges Walnussöl gepresst und gekocht. Übrigens können Sie hier Ihre Walnüsse aus dem eigenen Garten gegen die hochwertigen Produkte eintauschen.

Am Biohof Jörglbauer auf 870 m Seehöhe in St. Gertraud leben und arbeiten drei Generationen. Mit ihnen schwarze Rinder, eigenwillige Schafe,  Hühner und Esel. Neben den Produkten wie z. B. Frischfleisch, Eier, Aufstriche und Sirupe füllt Bäuerin Barbara den Bauernhof als Ergotherapeutin mit neuen Inhalten.

Die Familie Marzi in St. Stefan steht seit 30 Jahren für perfekten Fischgenuss. Sozusagen aus einem „Bächlein helle springt in froher Eil die launige Forelle“ in bester Qualität auf den Teller: Forellen in vielen Variationen - Regenbogen-, Lachs-, Kaiserforelle - werden mit Hingabe gezüchtet und fangfrisch oder edel verarbeitet angeboten.

Etwas gewöhnungsbedürftig hingegen ist das Angebot von Andreas Koitz und Lisa Schaden. Sie züchten auf ihrer Wurmfarm im alten Stadel des elterlichen Bergbauernbetriebes in Bad St. Leonhard essbare Insekten in Lebensmittelqualität und verarbeiten diese mit viel wissenschaftlichem Know-how zu hochwertigen Produkten weiter. Es ist dies die erste biologische Mehlwurmzucht in Österreich. Bei einer Hofführung dürfen Kinder die Mehlwürmer füttern. Wer selbst Mehlwürmer züchten will ist beim Workshop „Zucht Grundkurs“ mit dabei.

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Andreas Koitz und Lisa Schaden - hier mit Tochter Tiana - betreiben die erste biologische Mehlwurmzucht in Österreich. Foto: Wurmfarm

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zuletzt geändert am 06.11.2020

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