Saftige Almen vor dem beeindruckenden Gebirgsmassiv.
Saftige Almen vor dem beeindruckenden Gebirgsmassiv. Foto: Steiermark Tourismus / Photo Austria

Kraftquelle Ramsau am Dachstein

Klar, die Quelle der eigenen Kraft sucht man am Besten in sich selbst. Und doch gibt es Orte an denen das Auftanken leichter fällt. Für die Seele sind diese Orte wie ein erfrischender Gebirgsbach nach einer langen Wanderung.

Es ist schon später Nachmittag, als ich die kurvige Straße von Schladming Richtung Ramsau hinauffahre. Bei den vielen Kehren vergesse ich fast aus welcher Richtung ich gekommen bin. Doch das passt ganz gut für einen  Ausflug, bei dem man den Alltag hinter sich lassen will.

Die Sonnenterasse vor dem Dachstein

Die Luft ist noch frühlingshaft frisch, aber die Sonne verspricht schon mehr und lockt die ersten Blüten hervor. Das Hochplateau von Ramsau erstreckt sich auf einer Höhe von 1100 m am Fuße des Dachsteinmassivs auf der steirischen Seite. Auf der Suche nach dem Hotel fängt sich mein Blick an der Südwand des Berges. Die untergehende Sonne taucht die Felsen in ein rötliches Licht, das mich kurz innehalten lässt.  Das Hochplateau ist aufgrund seiner südausgerichteten Lage besonders begünstigt und ist daher auch die sonnenreichste Gemeinde der Steiermark.

Frau spritzt Mann mit Wasser aus einer Quelle an.
Klares Quellwasser ist die beste Erfrischung bei einer Wanderung. Foto: Steiermark Tourismus/photo-austria.at

Naturgenuss und Entspannung

Wer gemütliche Wanderungen zwischen Wellness und Seele-baumeln-lassen bevorzugt, bleibt einfach auf den Wanderwegen in der Dorfregion. Ambitionierte Wanderer wagen sich in die Almenregion auf etwa 1700 m. Aber auch für sportliche Wanderer und Kletterer hat die Gegend mit hochalpinen Touren bis auf 2700 m einiges zu bieten.

Gipfel und Abgründe

Mit der Dachsteinsüdwandbahn gehts hinauf auf die Hunerscharte. Stützenlos werden 1.000 Höhenmeter, vorbei an steil abfallenden Felswänden, in nur sechs Minuten überwunden. Auf 2687 m Höhe angekommen, führt der Weg zur Aussichtsplattform, den Dachstein Skywalk. Von hier aus kommt es mir vor, als könnte ich die ganze Welt überblicken. Der Blick geht vom Dachsteingletscher bis zu einem Panorama an Berggipfeln, unter denen sogar der Großglockner ist. Wer besonders mutig ist, wagt sich auf einen gläsernen Abschnitt der Aussichtsplattform und kann direkt 250 m in die Tiefe der senkrecht abfallenden Felswand hinunterblicken. Trotz Gänsehaut wage ich es und fühle mich fast schwerelos, als ich den Dohlen zuschaue, die sich todesmutig hinunterstürzen.

Dachsteingletscher
Die Dachstein Gletscherregion. Foto: C. Brandstätter

Eine Welt aus Eis und Schnee

Oben erwartet den Besucher auch eine andere Welt aus Eis und Schnee mit Sommerschilauf, inkl. Park für Snowboarder und Freeskier. Ich werfe zuerst einen Blick ins Innere des Gletschers. Nur drei Minuten von der Bergstation entfernt liegt der Eingang in den Eispalast, eine unterirdische Welt mit detailgetreu geschnitzten Figuren, Eissäulen sowie einem Kristalldom.

Danach wandere ich durch den nassen Firn hinüber zur Seethalerhütte. Am Einstieg zum Dachsteig-Gipfel formiert sich eine Gruppe von Kletterern. 18 Klettersteige in allen Schwierigkeitsgraden bietet die Region. Am Rückweg beobachte ich einen Langlaufprofi, der auf der Gletscherloipe einsam seine Trainingsrunden zieht.

Im Winter ist Langlaufen auch der Sport, mit dem man die Ramsau am ehesten verbindet. 200 Kilometer Loipen werden auf dem Hochplateau am Fuße des majestätischen Dachsteins gespurt, sobald die Schneelage dies zulässt. Für Winterwanderer stehen 70 Kilometer markierte und ständig präparierte Winterwanderwege mit vielen gemütlichen Einkehrmöglichkeiten bereit. Ramsauer Berg- und Skiführer und auch die Ski- und Langlaufschulen bieten ein ausgezeichnetes Begleitservice an und führen in die besten und sichersten Tourengebiete.

Infos:

Tourismusverband Ramsau: www.ramsau.com

Anreise

Mit den ÖBB bis Schladming und dann mit dem Regionalbus hinauf in die Ramsau.

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zuletzt geändert am 26.08.2017

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